Aus dem „Foxepool” entsteht ein schönes Fleckchen Grotenrath

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
Josef Schummertz, Martin Eigel
Josef Schummertz, Martin Eigelshoven, Resi Hensen und Peter Sentis (v.l.) sind begeistert über das schöne Fleckchen Grotenrath mit Dorfteich und Neugestaltung des gesamten Bereichs. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Grotenrath. Idylle pur: Ein prachtvoller Teich mit klarem Wasser im Schatten der Trauerweide. Umgeben von einem Steingarten und verschiedenen Wasserpflanzen. Was jetzt nur noch fehlt, ist eine Ruhebank und die soll in nächster Zeit am Rande des Dorfteiches in Grotenrath platziert werden.

Besagtes Fleckchen im Oberdorf präsentierte sich nicht immer von dieser schönen Seite. Das wissen auch Martin Eigelshoven (80) und Josef Schummertz (59), die seit frühester Kindheit mit dem Geschehen in Grotenrath vertraut sind. Noch im vergangenen Jahr nahm niemand Kenntnis von dem „Foxepool”, wie das kleine Stehgewässer im Volksmund genannt wird.

„Verlandet”

Schilf und Unkraut wucherte rundherum und vom Wasser war nichts zu sehen. „Der Teich war verlandet”, nennt der stellvertretende Leiter des Bauhofes, Peter Sentis, den Fachausdruck für den Anblick, der sich hier bot. Ortsvorsteherin Resi Hensen hat sich für die Reaktivierung des Teichs eingesetzt und es letztendlich auch geschafft, dem Schandfleck an der Waldstraße unweit des Gasthofes Schummertz zu einem ansehnlichen und naturnahen „Fleckchen Grotenrath” zu verhelfen.

Woher der Name „Foxepool” stammt, können Eigenshoven und Schummertz nicht sagen. Jedoch ist „Fox” bekanntlich die englische Übersetzung von Fuchs und der schlaue Vierbeiner hat vielleicht dem Pool seinen Namen gegeben.

Besonders der 80-jährige Martin Eigelshoven hat jede Menge Erinnerungen an den früher als Kuhtränke und Löschteich genutzten Tümpel. „Den gibt es schon seit meiner Kindheit. Hier wurde früher das Vieh getränkt, oder Wasser für die Kühe geholt”, erinnert er sich. „Im Winter haben wir den Teich auch als Eisbahn genutzt”, wirft Josef Schummertz ein. „Eigentlich war es verboten, aber wir haben auch Schollenlaufen praktiziert”, fügt Eigelshoven hinzu. Das bedeute, dass in der Tauzeit von Eisscholle zu Eisscholle gesprungen wurde, was eigentlich recht gefährlich war.

Die beiden erinnern sich auch noch an das Schwanenpaar, das sich Anfang der 70er hier zu Hause fühlte. Durch ein großes Loch im Zaun habe es immer den Weg zu einer Wiese gefunden, um nach dem Grasfressen wieder zum Teich zu kommen. Eigelshoven und Schummertz denken auch an die Zeit zurück, als die Feuerwehr den Tümpel noch als Löschteich nutzte. „Mit der Feuerwehr haben wir hier oft geübt und anschließend in der Gaststätte nachgelöscht”, so der 80-Jährige scherzhaft.

In dem Foxepool seien immer Frösche gewesen und deren Quaken habe man weithin gehört. Schummertz: „Vor über 40 Jahren hatten wir mal eine Kaulquappenplage, das waren zigtausende, auf denen wir am Rande des Teiches immer ausrutschten.” Früher sei auch das Regenwasser in den Teich gelaufen und über einen Überlauf dann weiter in die Kanalisation geflossen. „Als der Löschteich 1987 einmal leer gepumpt wurde, kamen zwei Aale zum Vorschein”, fällt Schummertz noch ein. Ende der 80er Jahre habe die Stadt dann einen Zaun um den Teich installiert.

Über fünf Tonnen Kies

Nun stehen die beiden Ur-Grotenrather vor dem neu gestalteten Bereich und sind erfreut über den Anblick und das Ergebnis der Arbeit des Bauhofes der Stadt Geilenkirchen. Denn die Mitarbeiter haben einen Großteil der Anlage instand gesetzt, während Unternehmen das neue Fließ und die wasserdichte Spezialfolie einbrachten.

Über fünf Tonnen Grobkies und Steine halten die Folie am Boden und zieren den Teichrand. Rund 22 Meter lang und etwa zwölf Meter breit ist das Gewässer im Oberdorf .

Wenn die neuen Wasserpflanzen erst einmal ihre ganze Pracht entfalten, wird dieses schöne Fleckchen in Grotenrath sicherlich zum Verweilen einladen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert