Übach-Palenberg - Aufregung um gefrorene Bio-Abfälle

Aufregung um gefrorene Bio-Abfälle

Von: gep
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Übach-Palenberg. Aufregung in Scherpenseel: Biotonnen konnten am Freitag verschiedentlich nicht entleert werden, die Grünabfälle waren nach tagelangen Minus-Temperaturen festgefroren. Wohin also mit Kartoffelschalen, Kaffeesatz oder Kohlrabiresten, fragten sich Bürger.

Keine Panik, die Übach-Palenberger Stadtverwaltung ist bereits in Aktion getreten. Wie Herbert Jansen, Leiter des Steueramtes, versicherte, wird der zuständige Entsorger, die Schönmackers Umweltdienste Entsorgung GmbH & Co. KG, Erkelenz/Krefeld, bei der nächsten Leerung in 14 Tagen sehr großzügig verfahren. „Wir tun, was wir können”, betonte Jansen.

Wer eine volle Biotonne hat, kann den zwischenzeitlich anfallenden Abfall aus Küche und Garten etwa in Säcke füllen und dies beim nächsten Abholtermin neben die Tonne an den Straßenrand stellen. Diese Behältnisse werden dann ebenfalls entleert und neben der Tonne deponiert.

Eine kurzfristige Nachentleerung, so Jansen, sei nicht möglich - wegen der knappen Kapazitäten bei Schönmackers. „Das ist nicht zu backen.”

Auch könne der Entsorger beim Kippvorgang in den Müll-Lkw die Tonnen nicht kräftiger rütteln und schütteln, um den durchgefrorenen Abfall zu lösen, denn dann würden die Kunststoff-Tonnen „reißen”, sagte Jansen.

In Übach-Palenberg sind insgesamt 7500 Bio-Tonnen zu leeren, denn die Stadt hat als einzige Kommune im Kreis Heinsberg einen Ansschluss- und Benutzungszwang. Nur wer die Kompostierung komplett selbst leisten kann, wird auf Antrag freigestellt. Das sind, so Jansen, rund 800 Haushalte in der ehemaligen Zechenstadt.

Schönmackers rät generell dazu, bei Frostwetter die Biotonnen möglichst erst am Abfuhrtag bis 6.00 Uhr auf die Straße zu stellen. Auch könne durch Zeitungseinlagen ein Einfrieren der Abfälle verhindert werden.

Mit der Biotonne können alle organischen Abfälle wie Laub, Baum-, Strauch-, Hecken- und Rasenschnitt sowie darüber hinaus die im Haushalt anfallenden Küchenabfälle entsorgt werden, die dann nicht mehr ins graue Restmüllgefäß gegeben werden müssen. Organische Abfälle, die bei Eigenkompostierung zu Problemen führen, wie etwa Knochen und Fleischreste, können sowohl in die Biotonne als auch in die graue Restmülltonne gefüllt werden, so der Entsorger.

Geruchsintensive Küchenabfälle wie Essensreste usw. sollten in Zeitungspapier eingewickelt werden, dazu sollten auf keinen Fall Plastiktüten, auch keine biologisch abbaubaren, verwendet werden.
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