Auf zehn Meter ein Ziel für künstlerische Sprayer-Szene

Von: g.s.
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Gleich hinter der von den Skatern und Bikern genutzten Halfpipe ist die in den vergangenen Tagen wieder installierte Graffiti-Wand für die Geilenkirchener Sprayer deutlich zu erkennen - weil sie noch weiß und ohne gewollte oder unerwünschte Farbelemente ist. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Wir haben nun alle die große Hoffnung, dass das wilde Sprühen in der Stadt eingedämmt wird”, sah der frühere Bürgermeister Andreas Borghorst bei der Übergabe der Graffiti-Wand im August 2009 einer schmierereifreien Zukunft entgegen. Doch weit gefehlt.

Wie die Wochen und Monate danach lehrten. Das „wilde Sprühen” auf Gebäuden und Schildern ging munter weiter, und damit nicht genug. Die eigens für die örtlichen Graffiti-Künstler neben der Skater-Bahn installierte „Geilenkirchener Mauer” fiel innerhalb von drei Wochen der Zerstörungswut unbekannter Täter zum Opfer.

Nun wird aber unterschieden zwischen den „Guten” und den „Bösen”. Jenen also, die schöne Gemälde auf erlaubten und zugewiesenen Flächen hinzaubern und solchen, die überall ihre illegalen Schmierspuren hinterlassen.

Mit der Erweiterung des „Verweil- und Betätigungsbereiches für Jugendliche” im Wurmauenpark durch die Errichtung einer Graffiti-Wand bot die Stadt Geilenkirchen seit August vergangenen Jahres ein Angebot für aktive Sprayer.

Die Diskussionen von Spaziergängern im Wurmauenpark, ob den wenigen „offiziellen Sprayern” eine neue Graffiti-Wand zur Verfügung gestellt werden sollte, können ab sofort verstummen. Seit dieser Woche befindet sich an alter Stelle eine neue Wand für Sprüher. Diesmal eine besonders stabile gegen Attacken, wie es von Seiten der Stadt heißt. Zudem ist die rund zehn Meter lange Mauer gerade und nicht mehr im Winkel gebaut.

Erst wird grundiert

„Die Kleiderstube hat die Wand finanziert”, hatte Marlis Tings seinerzeit bei der Einweihung klar gemacht, wer für die Kosten der Anlage aufgekommen sei. Rund ein Dutzend Jungs gehören in Geilenkirchen zur aktiven Sprayer-Szene. Die werden sich in den nächsten Tagen an ihr kunstvolles Werk machen.

Doch vorher muss die von den Leuten des Bauhofs aufgebaute, aber derzeit noch kahle Betonmauer einer Grundierung unterzogen werden. Und dann sollten sich die Passanten an möglichst schönen und bunten Kunstwerken erfreuen. So ist die Hoffnung der Beteiligten.
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