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Auf spielerische Art den Wortschatz erweitern

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Spaß ohne Ende bedeutete der Besuch des „France Mobils” bei den Schülerinnen und Schülern der Städtischen Realschule von Ubach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Er ist klein, weiß und könnte auf den ersten Blick auch einem heimischen Handwerker gehören: der kleine Transportwagen mit der Aufschrift „France Mobil”. Was dahinter steckt, entdeckten die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule aus Übach-Palenberg bei einem Besuch des Mobils.

Darin war eine ganze Menge zu transportieren, ein Radiorekorder zum Beispiel und auch Informationsmaterial.

Sprachliche Symbolik

Doch Julie Courouge, die mit dem weißen Mobil aus natürlich französischer Fertigung in die ehemalige Zechengemeinde kam, hatte noch mehr im Gepäck. Denn die Französin zeigte den jungen Deutschen, was es heißt, einmal von der sehr praktischen Seite an Frankreich heranzugehen. Und das machte sie vor allem über die Sprache. Denn bei Julie hieß es immer „en francais”, und auch wenn die deutschen Schüler manchmal stöhnten, lernten sie so doch auf beinahe spielerische Art und Weise, ihren Wortschatz zu erweitern.

Dabei halfen zum Beispiel kleine Übersetzungsspielchen, die über die reine Vokabelabfrage weit hinausgingen. Denn die Schüler mussten nicht nur Assoziationen zwischen dem Deutschen und der französischen Entsprechung oder auch umgekehrt herstellen. So lernten sie zum Beispiel auch sprachliche Symbolik kennen.

Diese drückte sich auch darin aus, dass der Eiffelturm gern als Sinnbild dessen genommen wird, was gedanklich im Kopf eines Menschen passiert, der mit geschlossenen Augen an Frankreich denkt. Aber auch das Fassbare kam nicht zu kurz. Denn ein kleines gebasteltes Memory-Spiel regte die Fantasie der jungen Deutschen an. Sie mussten beispielsweise Angela Merkel und Nicolas Sarkozy oder auch die beiden Hochgeschwindigkeitszüge ICE und TGV aufdecken. Beim Entdecken hatten dann alle mächtig viel Spaß.

Und beim obligatorischen Abschlussfoto am kleinen weißen Franzosen auf dem Schulhof erfuhren die Schüler dann, zugegebenermaßen hinter vorgehaltener Hand, was das gern gesagte „Ameisensch...” bei Fotos auf Französisch bedeutet: nämlich merde de fourmi...

Seit 2002 in ganz Deutschland unterwegs

Das „France Mobil” ist mit seinen zwölf französischen Lektoren schon seit September 2002 in ganz Deutschland unterwegs. Sie bringen den Schülern Spiele, Videos, CDs, Bücher und Jugendzeitschriften mit.

Die Lektoren sind junge Franzosen, die ihre Begeisterung über ihr Heimatland Frankreich mit nach Deutschland bringen. Ziele sind, ein aktuelles Bild Frankreichs und der französischen Sprache zu vermitteln, die Schüler mit modernen Medien zur Mitarbeit zu bewegen und auch den Schülern bewusst zu machen, was sie in Französisch sagen können.

„France Mobil” ist ein Programm der französischen Botschaft und der Robert-Bosch-Stiftung und wird vom Klett- und Pons-Verlag sowie Arte, TV 5 Monde, dem deutsch-französischen Jugendwerk und der Renault Deutschland AG unterstützt.

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