Auf der Suche nach Soldatengräbern

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Der Umbettungsbeauftragte des VDK, Volker Schneider (Bild), ist spezialisiert auf die Suche nach vermissten Soldaten und war aus diesem Grund bereits im Vorjahr in Geilenkirchen tätig.

Geilenkirchen. Ein Team der Deutschen Kriegsgräberfürsorge (VDK) hat eine Basis auf dem Schulhof in Süggerath eingerichtet. Die Mannschaft des Umbettungsbeauftragten Volker Schneider wird in den kommenden Tagen die Suche nach aus Kriegstagen vermissten Soldaten aufnehmen.

Im November 2009 war bereits die Stadt Geilenkirchen mit einem anonymen Brief auf „zwei Soldatenstellungen mit Ausrüstung” nahe Süggerath aufmerksam gemacht worden.

In dem beschriebenen Bereich am Feldrand förderten Grabungsarbeiten 16 kleinere Skelettteile sowie Munition und Granatsplitter zu Tage. Wie sich herausstellte, waren Grabräuber dem Umbettungsbeauftragten zuvorgekommen, hatten den Bereich umgegraben und durchsucht.

Es wurde noch mysteriöser, als wenige Tage später weitere Überreste der Gefallenen am Fundort lagen und die Erkennungsmarken der beiden US-Soldaten dieser Zeitung zugespielt wurden. Die Stadtverwaltung übergab wenig später die relevanten Fundstücke den US-Behörden zur Identitätsklärung.

Aufgrund von Hinweisen und Recherchen beschloss Volker Schneider Anfang dieses Jahres, im August die Suche nach vermissten Soldaten im Raum Geilenkirchen wieder aufzunehmen. Seitens der Stadt wurde dem Team des VDK der Schulhof in Süggerath zur Verfügung gestellt. „Es liegen der Stadt Geilenkirchen inzwischen auch Hinweise auf Stellen vor, an denen wegen der Kampfhandlungen Soldaten ums Leben gekommen sein könnten”, bestätigte Wolfgang Leucht vom Friedhofsamt.

„Wir werden ab Samstagmorgen mit einem Tiefensuchgerät mit der Arbeit beginnen”, sagte Volker Schneider. „Wir müssen in Tiefen vorstoßen, die weit unter 40 Zentimeter liegen.”
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