Geilenkirchen - Artilleriegeschoss auf Tripsrather Acker

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Artilleriegeschoss auf Tripsrather Acker

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Geilenkirchen. Zu einem außergewöhnlichen Fund ist jetzt das städtische Ordnungsamt gerufen worden. Ein Landwirt hatte Im Stadtteil Tripsrath bei Feldarbeiten ein großes Artilleriegeschoss entdeckt.

Der nach Tripsrath gerufene Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf stellte fest, dass es sich um eine Artilleriegranate handelt, Durchmesser 20 Zentimeter, Länge fast 100 cm, Gewicht mehr als 140 Kilo. Das Geschoss lag frei auf dem Feld und war vermutlich durch Ackergerät ausgehoben worden.

Der Blindgänger wurde von den Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gesichtet, fachmännisch überprüft und anschließend abtransportiert, schildert die Stadtverwaltung. Die Bergung des Weltkriegsnachlasses stellte somit keine Schwierigkeit für den Räumdienst dar.

Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt der Weitertransport des Geschosses zu einem Munitionszerlegebetrieb. Dort wird das gefährliche Geschoss zersägt, der Sprengstoff gesichert und anschließend verbrannt.

Geschütze, mit denen ein solches Geschoss abgeschossen wurde, hatten eine Reichweite von nahezu 37 Kilometer. Insgesamt wurden nur acht Geschütze dieser Art gebaut. Sechs von ihnen erbeuteten die Alliierten 1944 in der Normandie.

Jährlich werden in Nordrhein-Westfalen lediglich sechs solcher Geschosse entdeckt und entsorgt. Selbst Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges findet man auch in Nordrhein-Westfalen noch in großem Umfang Bomben, Blindgänger und andere gefährliche Munitions- oder Sprengkörper.

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