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Arbeitsergebnisse der „Initiative Erinnern GK“

Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. In der „Initiative Erinnern Geilenkirchen“ engagieren sich seit Januar 2011 Vertreter der katholischen und evangelischen Pfarre, von vier weiterführenden Schulen, allen im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen und engagierte Einzelpersonen in der Erinnerungsarbeit zu den Schicksalen der ehemaligen Geilenkirchener jüdischen Glaubens.

Nach drei Jahren engagierter Arbeit stellt die „Initiative Erinnern Geilenkirchen“ in der Woche vom 7. bis 10. April in der Evangelischen Kirche in Hünshoven Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit vor. Auf Ausstellungswänden werden die Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Mitbürger und die jüdische Gemeinde anschaulich vorgestellt. Besucher lernen die Vorfahren der für September erwarteten Gäste aus Israel und den USA – den letzten noch in Geilenkirchen geborenen Überlebenden der Shoa und ihrer Angehörigen - kennen.

In kalter Verwaltungssprache ausgefertigte Deportationslisten mit den Namen der ehemaligen jüdischen Mitbürger bekommen für Ausstellungsbesucher eine ganz andere Bedeutungskraft, wenn sie über die Fotos von diesen Familien und deren Wohnhäusern als einstige Mitbürger erkennbar werden. Mitglieder der Initiative stellen das Stolpersteinprojekt Geilenkirchen und die Familien vor, zu deren Ehren am 3. Juni die 2. Stolpersteinverlegung in der Stadt erfolgt.

Interessierte können sich bei dieser Gelegenheit auch als Paten für einen der Steine vormerken lassen und Anregungen in das ausgelegte Gästebuch schreiben. Die Realschule Geilenkirchen präsentiert in der Kirche ihr Litfaßsäulenprojekt. Am Mittwochmorgen werden Lehrkräfte der Realschule mit 70 Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen die Ausstellung besuchen und bei dieser Gelegenheit auch einen Zeitzeugenfilm aus unserer Stadt vorführen.

Schulleiter Pauli zufolge verdeutlicht die Präsentation in den Räumen der Evangelischen Kirche den Schülern, dass dieser Teil der Geschichte der Stadt Geilenkirchen kein abstrakter Unterrichtsstoff, sondern gelebte Geschichte der eigenen Heimatstadt ist, die sich dieser Geschichte aktiv stellt. Pfarrerin Bodewig, die Synodalbeauftragte für den Kirchenkreis Jülich für den christlich – jüdischen Dialog, möchte mit dem Zurverfügungstellen der Kirche für die Präsentation die besondere Bedeutung der Erinnerungsarbeit für Kirchen und Gesellschaft unterstützen.

Die Ausstellung ist jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 16.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

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