Übach-Palenberg - Antworten finden auf demografischen Wandel

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Antworten finden auf demografischen Wandel

Von: mabie
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Zahlen rund um den demografischen Wandel, dessen Auswirkungen und Ansätze für ein Stadtentwicklungsprogramm zeigte Referent Ernst Hermann von der Pro3S-Consulting auf. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Der demografische Wandel ist nicht besonders sexy”: Damit eröffnete Ernst Hermann von der Pro3S-Consulting seinen Vortrag in der ehemaligen Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC).

Hermann wurde seitens der Stadt engagiert, um gemeinsam mit allen Gremien Wege aus dem demografischen Wandel zu finden. Dazu hat die Stadtverwaltung mit dem Ersten Beigeordneten Engelbert Piotrowski bereits einen Projektmanager eingesetzt, der sich intensiv mit allen Feldern auseinandersetzt, die vom Wandel in der Bevölkerungsstruktur betroffen sind.

„Alle Bereiche sind betroffen, die Stadtverwaltung alleine kann dies nicht abdecken”, gab Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch in seinen einführenden Worten zu bedenken. In Zukunft, so der Erste Bürger weiter, seien Strategien gefordert, um gezielt handeln zu können. Beigeordneter Piotrowski bekräftigte, dass seit 2008 sinkende Einwohnerzahlen zu verzeichnen sind.

Aktuell liegt die Zahl bei 24.795, für 2030 hat das Statistische Landesamt vorhergesagt, dass es nur noch 24030 offizielle Übach-Palenberger geben wird. „Daher war es sofort klar, dass wir uns mit diesem Thema ressortübergreifend beschäftigen müssen”, unterstrich Piotrowski. Gleichzeitig rief er bei der offenen Veranstaltung im CMC alle Bürger dazu auf, sich zu beteiligen. Nur mit der Beteiligung aller sei es möglich, sich in den Wettbewerb der Kommunen vor allem um junge Familien erfolgreich einzumischen.

„Wir werden weniger und das Alter der Erstgeburt bewegt sich auf die 30 zu”, machte auch Ernst Hermann deutlich. Neben einer sinkenden Zahl junger Menschen werde es in Zukunft vor allem in den Altersbereichen 60 und älter einen enormen Zuwachs geben. Dazu kommt ein steigender Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund und eine sinkende Zahl von Erwerbstätigen.

„Sie suchen sich künftig nicht mehr den jungen Mann aus, der für Sie arbeitet, sondern der junge Mann sucht Sie aus”, machte Hermann deutlich. Vor diesem Hintergrund müsse die Stadt in fünf Schritten zu einem Leitbild kommen, das Handlungsfelder zusammenfasst und daraus formulierte Ziele umsetzt. „Sie müssen weg von der Wachstumsorientierung, aus weniger mehr machen”, gab er den gut 40 Anwesenden mit auf den Weg.

Dazu sollen Potenziale der Stadt gebündelt, nach der Bestandsaufnahme ein Leitbild entwickelt, Maßnahmen und Projekte umgesetzt sowie mit einem Controlling der gesamte Prozess begleitet und fortgeschrieben werden. Dies sei, da war sich Hermann sicher, durchaus innerhalb eines Jahres zu schaffen.

Am Ende dieses Prozesses halte die Stadt gleichzeitig ein Stadtentwicklungsprogramm in Händen, auf dessen Grundlage der demografische Wandel angegangen werden könne. Nur so, schloss der Referent, könne es möglich sein, sinkenden Einnahmen der öffentlichen Hand, einem schrumpfenden Einzelhandel, den Problemen bei der Ausbildung oder auch dem Dilemma in der Pflege zu begegnen.
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