Geilenkirchen - Anmeldezahlen in Kindergärten und Grundschulen rückläufig

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Anmeldezahlen in Kindergärten und Grundschulen rückläufig

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Angesichts des demografischen Wandels will Bürgermeister Thomas Fiedler alte und junge Menschen zusammenführen.

Geilenkirchen. Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Und weniger. Die Geburtenrate ist rückläufig, gleichzeitig steigt die Lebenserwartung der Bevölkerung. Der demografische Wandel hat auch Auswirkungen auf die kommunale Politik.

Die legt ihr Augenmerk nicht nur auf die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen, auf Kindergärten und Schulen, auf Infrastruktur und Stadtplanung, sondern auch das Wohl und Wehe des Golden-Age-Konsumenten, ebenso wie sie das des Grundsicherungsempfängers im fortgeschrittenen Lebensalter im Auge hat.

Auch Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler weiß, dass die Bundesrepublik insgesamt an Bevölkerung verliert. Er weiß aber auch: „Nordrhein-Westfalen ist eine Wachstumsregion.” Und Beigeordneter Herbert Brunen wirft einen zufriedenen Blick in die städtische Statistik: „Die Einwohnerzahlen stagnieren.” Fiedler rechnet in den nächsten 15 Jahren mit Zuwächsen im Kreis Heinsberg durch Wanderungsbewegungen und betont: „Bevölkerungszahl und -struktur muss man auseinanderhalten. Hier werden nicht weniger, sondern ältere Menschen leben.”

Dass die Anmeldezahlen in den Kindergärten zurückgehen, bestätigt Herbert Brunen. „Das hat aber nicht dazu geführt, dass ein Kindergarten geschlossen wird. Der freiwerdende Raum kann für die U3-Betreuung genutzt werden”, sagt er. 159 Plätze in der U3-Betreuung - in der Tagespflege und in den Kindertagesstätten - hat die Stadt Geilenkirchen eingerichtet und erfüllt damit eine Quote von knapp 25 Prozent. „35 Prozent ist das Ziel. Und damit ist der Bedarf gedeckt”, blickt Brunen nach vorne.

Diese Entwicklung setzt sich dann in den Grundschulen fort: Die Anmeldezahlen sind rückläufig. „Die frei werdenden Räume können wir für die Ganztagsbetreuung nutzen.” Bei dieser Gelegenheit betont Thomas Fiedler: „Wegen rückläufiger Anmeldezahlen wird keine Grundschule geschlossen. Die räumliche Nähe einer Schule ist den Menschen wichtig. Die Attraktivität einer Stadt, in der Menschen gezwungen sind, ihre Kinder hin- und herzufahren, leidet zu stark”, versichert Fiedler. Und: „Ich kann doch nicht einerseits Infrastruktur zurückziehen und gleichzeitig gegen den demografischen Wandel ankämpfen, indem ich die Orte wiederbelebe.”
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