Geilenkirchen - Am Aufbau der Windräder wird weitergearbeitet

Am Aufbau der Windräder wird weitergearbeitet

Von: Georg Schmitz
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Beeindruckende Dimensionen: Am Wochenende wurden Rotorblätter an die Nabe und schließlich der Rotor selbst an eine der Windkraftanlagen bei Beeck angebracht. Das ist ein mehrstündiger Aufwand. Fotos (2): Georg Schmitz Foto: Georg Schmitz
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Ein Blick ins Innenleben: In den Turm wird noch ein Aufzug für zwei Personen eingebaut. 125 Meter geht es dann in die Höhe. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Alles überragend und in annähernd komplettem Zustand präsentieren sich derzeit zwei der drei im Bau befindlichen Windräder bei Beeck. Am Wochenende stand das Anbringen der Rotorblätter an die Nabe und des Rotors an.

Neben den Türmen ragte ein gigantischer Kran in die Höhe, an breiten blauen Bändern wurden die Blätter gehalten. Das Anbringen eines jeden einzelnen, 15 Tonnen schweren Rotorblattes an die Nabe alleine zog sich drei Stunden hin, bevor der Rotor an einem Stück hochgezogen werden konnte.

„Die Windkraftanlage kann bis zu 4000 Haushalte versorgen“, berichtet Willy Davids. Zusammen mit Vater Franz Davids und Bruder Heinz schaut er zu, wie unter der Leitung einer vom Hersteller Repower beauftragten Firma aus Österreich die Aufbauten ihren Verlauf nehmen.

Nicht zuletzt aufgrund von Beschwerden von Windkraft-Gegnern und Bürgern hatte es lange gedauert, bis die Planung der Investorenfamilie Davids umgesetzt werden konnte. Nach einigen Modifizierungen unter Berücksichtigung von Einwänden gaben die beteiligten Behörden aber letztlich grünes Licht für das Projekt in der Feldgemarkung zwischen Lindern und Gereonsweiler, seitlich von Beeck. Ein kurzer Rückblick:

Das Thema „Erweiterung Konzentrationszone Windkraftanlagen“ hatte den Rat der Stadt Geilenkirchen und die Ausschüsse mehr als drei Jahre lang beschäftigt. Am 24. Februar 2010 beschloss der Rat eine Änderung des Flächennutzungsplanes mit dem Ziel, die Konzentrationszonen für Windkraftanlagen auszudehnen. Der Plan sah vor, die südöstlich von Lindern gelegene Konzentrationszone in Richtung Süden (Beeck) zu vergrößern.

Nachdem sich Anfang 2011 der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung mit Mehrheit für die Windkraft in Geilenkirchen ausgesprochen hatte, setzten auch die Mitglieder des Rates der Stadt Geilenkirchen im April des gleichen Jahres ein klares Zeichen für diese Art der regenerativen Energie. Für die Konzentrationszone Lindern/Beeck sprachen sich damals 25 Ratsvertreter mit Ja und zehn mit Nein aus, bei einer Enthaltung.

Winter zwingt zu einer Pause

Im November 2012 wurden die Beton-Fundamente für die aus drei Windrädern bestehende Windkraftanlage gegossen. Wegen des langen Winters musste dann eine mehrmonatige Pause eingelegt werden, bevor die Baumaßnahme mit weiteren Betonarbeiten und den Aufbauten ihre Fortsetzung fand. Seit vier Wochen sind die Fortschritte sichtbar.

Eigentlich möchte das Davids-Trio noch das Hochhieven des riesigen Rotors mit seinen 104 Meter Durchmesser beobachten. Auch Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler schaut vorbei und zückt mal wieder seine Kamera. Viel Zeit hat er nicht, er muss dringend weiter. Die weiteren Termine rufen auch die Familie Davids, und so müssen sich Franz, Heinz und Willy Davids vor dem großen Ereignis auf den Weg machen.

Zuvor gewähren sie aber noch einen Einblick in eine imposante Ingenieursleistung mit Zahlen und Fakten, die bei vielen Menschen Erstaunen hervorrufen: Rund 4000 Tonnen Gesamtgewicht werden verbaut (siehe Kasten). Die Dimensionen sind aber auch schon mit dem bloßen Auge beeindruckend: Winzig wirken die Arbeiter, wenn sie neben dem Rotor stehen. Und täglich wachsen die Räder ein Stück mehr gen Himmel. „Wenn sich keine gravierenden Probleme einschleichen, geht die Windkraftanlage noch in diesem Monat ans Netz“, meint Willy Davids optimistisch.

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