bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Als Vogelkundler auf einer Linie im Park

Von: hama
Letzte Aktualisierung:
stahlgang_bu
Bürgermeister Bernhard Tholen begrüßte unter anderm Bernd Krückel (r.) und Helmut Stahl (M.) im Infocenter. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. „Das ist ein Pfund, mit dem man wuchern kann”, schloss Helmut Stahl, CDU-Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag, einen Kurzbesuch in Gangelt ab. Vom Wildpark, durch den er von dessen Geschäftsführer Dr. Hermann von den Driesch geführt wurde, zeigte er sich ebenso begeistert, wie vom Konzept und der Umsetzung rund um den Naturpark Rodebach/Roode Beek.

Während im Wildpark Falkner Erwin Jansen dem Gast aus Düsseldorf eine Flugschau mit den Greifvögeln präsentierte und die vier jungen Bären sich in bester Spiellaune zeigten, sahen Helmut Stahl und Bernd Krückel MdL, der den Ausflug mit dem Fraktionsvorsitzenden organisiert hatte, den Naturpark bei Nieselregen leider nur aus den Fenstern des Infocenters.

Dort erläuterte Bürgermeister Bernhard Tholen den Gästen, wie es zu dem grenzüberschreitenden Projekt gekommen ist, wie es mit der Finanzierung aussieht und wie schnell man mit dem deutsch-niederländischen 700-Hektar-Projekt plötzlich mitten in der Grünmetropolenroute liegt, die sich vom belgischen Zolder über Geelen in Holland bis nach Düren erstreckt. Dass auch die Einbindung hierin nicht ohne finanzielle Vorteile für die Entwicklung des Parks geblieben ist, ließ die Gäste schmunzeln. „Hier hat sich etwas entwickelt”, schloss der Bürgermeister.

Die nächsten Schritte sind nun die gerade in Gangelt beschlossene Weiterführung der Rodebachrenaturierung in Richtung Stahe. Die Strecke in den Selfkant geht man gemeinsam mit den Niederländern an. Mit Franz Oschmann vom örtlichen NABU und Helmut Stahl tauschten dann zwei Hobbyornithologen Fachbegriffe aus. Denn von der Zwergdommel und dem Zistensänger hatte der Rest der Runde kaum gehört. Franz Oschmann erläuterte die umfangreichen Arbeiten der Naturschützer, die ja wesentlich zum Erfolg des Parkkonzeptes beitragen.

Er sprach aber bei all den positiven Aspekten, die der Grundidee, der Renaturierung des Rodebaches, folgten, auch ein Thema an, dass ihn und seine Mitstreiter schon seit längerem beunruhigt. An zwei Wegen durch den Naturpark auf niederländischer Seite gibt es Kiebitzbrutplätze, die Franz Oschmann in der Zeit vom März bis Juli nicht ausreichend geschützt sieht. Eine Sperrung in diesem Zeitraum ist aber bei den Nachbarn nicht durchzusetzen. Jetzt soll die Lenkungsgruppe, die für den Park verantwortlich ist, das Problem klären.

Während Bernd Krückel davon sprach, wie erst in den vergangenen zehn Jahren ein „touristisches Bewusstsein” entstanden sei, sprach Helmut Stahl von einem „überzeugenden Konzept”, das ein Standbein für die Region werden könne. Im Sommer will er den Naturpark erwandern.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert