Übach-Palenberg - Als Schweine für Fußballer Platz machen mussten...

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Als Schweine für Fußballer Platz machen mussten...

Von: akf
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Eduard Meinzer (r.), Vorsitzender des Fußballkreises Heinsberg, nahm zahlreiche hohe Auszeichnungen vor. Zu den Geehrten gehörte auch Gesamtvereinsvorsitzender Heinz-Peter Mines (l.). Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Mit Lob und Anerkennung überschüttet wurde anlässlich des 100-jährigen Bestehens der TuS 09 Rot-Weiß Frelenberg. Der Ehrenabend im Festzelt an der Teverenstraße gestaltete sich sehr kurzweilig mit den schönen Melodien der Big Band der Privat-Musikkapelle Scherpenseel, den Showtanzeinlagen der Turnerfrauen und der Gruppe „DaDiDa” aus Alsdorf sowie den Ehrungen langjähriger, verdienter Mitglieder.

Vorsitzender Heinz-Peter Mines war erfreut über den Zuspruch: „Als einer meiner Vorgänger im Juni 1909 die Gründungsversammlung des FC Frelenberg eröffnete, war ihm sicherlich nicht klar, dass er damit den Grundstein für einen Verein legte, der auch nach 100 Jahren noch circa 500 Mitgliedern eine sportliche Heimat bietet”. Unter schwierigsten Bedingungen sei ein Fußballverein ins Leben gerufen worden, der in der damaligen Öffentlichkeit noch auf große Skepsis gestoßen sei.

„Sportplätze, einheitliche Trikots oder gar Fußballschuhe waren noch unbekannte Größen. Kühe, Schafe oder Schweine mussten den Platz räumen, bevor das runde Irgendwas, heute Ball genannt, ins Spiel gebracht werden konnte. Erst 1925 gründete sich eine übergeordnete Institution, die sich Fußballgau Aachen nannte”, sagte er.

Und weiter: „Ein sportliches Highlight des TuS waren wohl die 20 Jahre ununterbrochener Zugehörigkeit zur Bezirksliga Rur-Wurm von 1988 bis 2008.” 50 Jahre später wurde aus dem FC Frelenberg der Turn- und Sportverein, der TuS 09. 1956 gründete sich auf Anregung von Dr. med.Toni Dewis eine Turnabteilung.

Dr. Horst Traute als Vorsitzender und Hermann Gütz als sportlicher Leiter standen in der neuen Abteilung 33 männlichen und drei weiblichen Mitgliedern zur Verfügung. „Sportgeräte gab es noch nicht, und man musste sich auf Bodenturnen und Gymnastikübungen in der damaligen Gaststätte Boymanns beschränken.

Mit der Inbetriebnahme der Turnhalle Anfang der 60er-Jahre blühte die Abteilung auf,” so Mines. Er verwies darauf, dass fast zur gleichen Zeit die Jugendabteilung als eigenständige Einheit gegründet worden sei, die in Spitzenzeiten bis zu 14 Mannschaften im Spielbetrieb gezählt habe.

Geändertes Freizeitverhalten bereite allerdings gerade im Fußballjugendbereich zur Zeit vermehrt Sorge. Im Gegensatz dazu stünden die Mitgliederzahlen der 1985 von Karl Steger gegründeten Taekwondo-Abteilung. „Hier gibt es inzwischen Wartelisten bei Jugendlichen, weil die Anzahl der hervorragend ausgebildeten Trainer und die möglichen Übungsstunden an die Kapazitätsgrenzen gestoßen sind”, so Mines.

Nicht von ungefähr käme daher die Vergabe der Bundes-Danprüfung im Oktober 2009 an die TKD Abteilung des TuS 09. Besonders stolz sei man auf bisher 16 Schwarzgurtträger bis hin zum 4. Dan sowie auf einen Trainer mit der Landeskampfrichterlizenz.

Doch auch für alle, die sich „just for fun” sportlich betätigen möchten, hat der Tus eine Freizeitgruppe im Angebot, in der man sich einmal wöchentlich trifft, um die eigene Fitness zu verbessern. Außerdem gibt es Kegeln, Radtouren, Grillen sowie Rotweinwanderungen und anderes mehr.

Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll als Schirmherr dankte dem Jubelclub für sein Engagement. „Der TuS ist eine Institution in Frelenberg. Erfreulich ist auch, dass die 1. Mannschaft nach einem harten Jahr in der Kreisliga A geblieben ist”, so der Bürgermeister. Landtagsabgeordneter Bernd Krückel dankte dem Jubilar für die Palette des Breitensports und lud in der Winterpause nach Düsseldorf zum Besuch des Landtags ein.

Im Doppelpack sagte die Grundschule dem Sportverein mit Leiterin Elisabeth Schaffrath und Vorgänger Christoph Esser Danke. „Die Schule profitiert in besonderer Weise von der Arbeit des TuS. Wir bekommen fitte Kinder.” Superintendent Pfarrer Jens Sannig gratulierte für die evangelische Kirchengemeinde und bezeichnete den Klub aufgrund seiner Arbeit als Bindeglied im Ort.

Der stellvertretende Vorsitzende des Turngaues Aachen, Hans-Josef Bülles aus Würselen, gratulierte gleich dreifach im Namen des Deutschen Turnerbundes, des Rheinischen Turnerbundes und des Turngaues Aachen. Er überreichte das Fahnenband des DTB und die höchsten Ehrengaben Rheinischen Turnerbundes und des Turngaus Aachen.

Anschließend folgten die Ehrungsblocks für die Jubilare auf Vereins- und Verbandsebene, die vom TuS-Vorsitzenden gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden Eduard Meinzer für den Verband Mittelrhein vorgenommen wurden.
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