Heinsberg - „Akustik Voodoo”: Daniel Wirtz präsentiert sein drittes Soloalbum.

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„Akustik Voodoo”: Daniel Wirtz präsentiert sein drittes Soloalbum.

Von: Anna Petra Thomas
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Daniel Wirtz auf Heimatbesuch:
Daniel Wirtz auf Heimatbesuch:Kurz bevor seine neue CD „Akustik Voodoo” auf den Markt kam, brachte der Musiker sie schon mit nach Heinsberg. Foto: Anna Petra Wolters

Heinsberg. Mit 15 wusste Daniel Wirtz schon, „dass das was wird!” Heute lebt der 34-jährige Heinsberger in Frankfurt. Dort macht er nicht nur Musik, sondern betreibt hier mittlerweile sowohl sein Label „WirtzMusik” als auch die Vermarktung seiner eigenen Musik mit allem was dazugehört, und das konsequent in Eigenregie.

Am Freitag kommt unter dem Titel „Akustik Voodoo” bereits sein drittes Soloalbum auf den Markt.

Nach „11 Zeugen”, das 2008 Platz 94 der deutschen Albumcharts belegte, kam „Erdling” 2009 auf Platz 44. Für sein neues Werk ist Wirtz noch optimistischer.

„Wenn nicht alles schief geht, wird es eine Top Ten”, erklärt er, denn kurz vor dem Verkaufsstart belege seine CD in einem der führenden deutschen Online-Shops bereits Platz acht in der Vorbesteller-Hitliste.

Seine Rockmusik sieht Wirtz angesiedelt zwischen der englischen Rockband „Led Zeppelin” und den einem viertel Jahrhundert später populären US-Musikern der Gruppe „Pearl Jam”. „Die Gitarren sind verzerrt, aber dennoch melodiös, es wird nicht geschrien, sondern gesungen”, ergänzt er zu seinem eigenen Stil. Und gesungen wird bei „WirtzMusik” mittlerweile in Deutsch.

Nach Schule und Zivildienst beim DRK in Erkelenz hatte es den jungen Musiker, der Mitte der neunziger Jahre unter dem Namen „One” seine erste Band gründete, ins Ruhrgebiet gezogen. Bei einer Konzertagentur in Dortmund absolvierte er ein einjähriges Praktikum. „Ich habe die Zeit genutzt, um herauszufinden, wo man eine CD hinschicken muss, damit sie auch gehört wird”, erzählt er.

Dass dies ein guter Weg war, zeigte der Erfolg seiner Band „Sub7even”. Mit der Auskopplung „Weatherman” hielt sie sich im Jahr 2000 stolze 21 Wochen in den Charts und kam auf Platz 34.

Vor sieben Jahren beschloss er dann, auch noch etwas anderes zu machen, nicht nur in Englisch, sondern solo auch in Deutsch zu singen „und mal was loszuwerden”, von sich zu erzählen.

„In Englisch singen ist wie mit Rudimentärfarben zu malen”, zieht er rückblickend einen sehr bildlichen Vergleich. Zusammen mit seinem Produzenten und Partner Matthias Hoffmann gründete er seine eigene Plattenfirma, die über ihr eigenes Studio verfügt.

Wirtz entwickelt dort den Rhythmus für einen Song, meist am Schlagzeug, spielt dann die Gitarre und den Bass dazu, ergänzt den Gesang. Schlagzeug und Bass werden dann noch einmal von Profimusikern eingespielt.

Gitarre und Gesang stammen von ihm. Bei Live-Auftritten begleiten ihn die Instrumental-Profis auch. Als zweiter Gitarrist ist dann auch Partner Hoffmann dabei. Zielgruppe sind „alle, die Lust auf ein bisschen intelligente Texte mit wahren Geschichten haben, die jeder auch für sich kennt”, sagt Wirtz.

Begonnen hat seine Musikleidenschaft einst am Schlagzeug. Dann spielte er Gitarre, begann zu singen. Seine Eltern wollten ihm sogar einmal eine klassische Gesangsausbildung ermöglichen. „Aber die habe ich nur zwei Stunden durchgehalten”, erinnert sich der Musiker ungern an seinen Gesangslehrer. „Der wollte alles wegmachen, was ich an mir gut fand.

Er machte auch ohne Ausbildung oder besser gesagt nach ein paar Stunden bei einem Background-Sänger der Rockband „Toto” weiter, erzählte in „11 Zeichen” erst einmal ganz emotional ganz viel über sich. „Ein vertontes Tagebuch”, sagt Wirtz. „Für mich ist das so, als würde ich nackt U-Bahn fahren.”

Die CD „Erdling” ein Jahr später war dann für ihn inhaltlich die Verarbeitung der ersten Platte. Und wie kommt es zum Titel „Akustik Voodoo”? Er sehe sich nicht als Voodoo-Priester, schickt Wirtz betont vorweg.

Aber er habe auf die ersten beiden Platten so viele Zuschriften von Menschen erhalten, denen seine Texte geholfen hätten, dass ihm Gedanken gekommen seien wie Dämonen vertreiben oder mit seinen Klängen heilen zu können?

Zwölf Stücke enthält die neue CD „Akustik Vodoo”, die in neunmonatiger Arbeit entstanden ist und sich vor allem sozialkritischen Themen widmet.

Einer davon, betitelt als „Goldenes Kind”, spielt in Heinsberg und beleuchtet die Kindheit von Daniel Wirtz. „Oktober 75 bin ich geboren”, beginnt der Song. „Ich gebe zu, ich hab Probleme mich zu fügen. Hab meine Eltern früh an des Wahnsinns Rand getrieben”, singt er wenig später.

Am 21. Oktober startet die Tour 2011 mit dem neuen Album in Jena. Am 9. November macht sie Station in Köln.

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