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„Aktionstag Alkohol“: Wenn der Familienangehörige zu viel trinkt

Von: a.s.
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„Aktionstag Alkohol“: Für die Beratung in Suchtfragen setzten sich (v.l.n.r.) Hannelore Viehöver-Braun, Marlies Trapp, Ilona van Halbeek und Domikin Pöpple auf das Podium. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Wenn jemand im Familien- oder Bekanntenkreis zu viel trinkt und es in eine Sucht ausartet, wissen viele nicht, was sie tun sollen und bei wem sie Rat finden. Um dieser Hilflosigkeit entgegenzuwirken, stellten sich die Ansprechpartner verschiedener Einrichtungen im Kreis Heinsberg am „Aktionstag Alkohol“ in der Reha am St.-Elisabeth-Krankenhaus vor.

Diese Veranstaltung war Teil der Kampagne „Aktionswoche Alkohol“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, die zusammen mit der Deutschen Rentenversicherung arbeitet. Auf Anfrage der Deutschen Rentenversicherung fand die Kampagne mit dem Motto „Alkohol? Weniger ist besser!“ auch vor Ort Zuspruch, sodass sich schnell geeignete Referenten von professionellen Beratungsstellen zum Themenbereich „Sucht“ fanden.

Folgeerkrankungen

Bei der Veranstaltung anwesend waren Ilona van Halbeek, Präventionsbeauftragte des Gesundheitsamtes Heinsberg, Marlies Trapp, Leiterin der Suchtberatungsstelle von Caritas/Diakonie in Hückelhoven, Hannelore Viehöver-Braun vom Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum Heinsberg und Dominik Pöppl, Diplom-Psychologe der Reha in Geilenkirchen. Die einstündige Veranstaltung fand in Form einer Podiumsdiskussion unter Moderation von Dominik Pöppl statt. Jeder Beteiligte stellte zunächst seine Aufgaben- und Arbeitsbereiche kurz vor.

Anschließend demonstrierte Trapp eindrucksvoll und anschaulich etwas zu den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Trinkmengen an Alkohol. Für die meisten Anwesenden überraschend wird risikoarmer Alkoholkonsum schon bei einer täglichen Trinkmenge von mehr als einem halben Liter Bier, einem Glas Wein oder drei Schnäpsen überschritten.

Das Risiko von körperlichen Folgeerkrankungen steige bei Überschreitung dieser Grenzen rapide. Daneben bot sich den Anwesendne die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich an Diskussionen zum Thema beteiligen. Dabei wurden weder Dramatisierungen noch Bagatellisierungen offensiv propagiert, sondern es wurde lebensnah mit diesem ernsten Thema umgegangen.

In Erinnerung wird den meisten Zuhörern der Veranstaltung wohl die Erkenntnis bleiben, dass Prävention ein wichtiges Anliegen ist – oftmals besser und erfolgversprechender als Suchtbehandlung – und dass dabei auch ein ganzheitlicher bio-psycho-sozialer Ansatz groß geschrieben werden sollte, da Alkoholismus nicht nur eine körperliche Abhängigkeit darstellt, sondern meist auch mit vielen zu behandelnden psychologischen Problemen zusammenhängt.

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