Airbase-Oktoberfest: Freuen auf das „Bier- und Haxn-Ereignis”

Von: g.s.
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Ein Prost auf den gelungenen Fassanstich: DUK-Vorsitzender Klaus Dickel, Generalmajor Stephen D. Schmidt, Bundestagsabgeordneter Leo Dautzenberg, Bürgermeister Thomas Fiedler und Brigadegeneral Burkhard Pototzky (v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Aus dem einst kleinen Oktober-Festchen mit wenigen hundert Besuchern, das auch heute noch die Deutsche Unteroffizier-Kameradschaft (DUK) für den Nato-Verband ausrichtet, ist wenige Jahre später eine Großveranstaltung mit vielen tausend Besuchern gewachsen.

Dem Unteroffiziers-Kreis wurde ein großes Personalaufgebot abverlangt; rund 120 freiwillige Helfer unterstützten tatkräftig das ausgelassene Fest.

Das internationale Flair im Gefolge der Airbase ist dabei nicht zu überhören, denn ein buntes Sprachengemisch deutete wieder einmal auf die zahlreichen Nationalitäten hin, die sich das stimmungsvolle urdeutsche Traditionsfest nicht entgehen lassen wollten.

Wie stets gaben sich viele Angehörige der befreundeten Nato-Staaten, allen voran die US-Amerikaner, den Versuchungen Alt-Bayerischer Tradition hin. Viele Menschen hatten das „Bier- und Schweinshaxn-Ereignis” schon sehnsüchtig erwartet, und bereits am Samstag platzte der Hangar II mit rund 3000 Menschen fast aus allen Mauern.

Zeit für Sicherheit

Zuvor hatten sich die Besucher wieder der Sicherheitsprüfung beugen müssen. Der kleine Stau vor dem Hangareingang aus diesem Anlass tat der Stimmung aber keinen Abbruch, ein Meer von weiß-blauen Fahnen, Girlanden und Luftballons verbreiteten bajuwarische Gemütlichkeit. Die mit Dirndl bzw. Lederhosen bekleideten Damen und Herren ließen den Freistaat ebenfalls hochleben.

Wie beliebt das Oktoberfest auf der Teverener Base ist, zeigt die Tatsache, dass mit Christa und Dietmar Kurnoth ein Paar sogar für das Ereignis aus Berlin angereist war. Die Gäste wurden auch beim 28. Oktoberfest von der 16-köpfigen Blaskapelle aus dem Alpenland, den „Wülfershäuser Musikanten” mit dem Bayerischen Defiliermarsch begrüßt. Immerhin schenkte das Münchener Oktoberfest der Awacs-Festivität seinen Namen.

Die Spielregeln sind einfach: Ein paar Maß Bier zur Auflockerung und eine Schweinshaxe oder Weißwurst zur Befriedigung des Magens - und schnell kommen Kommunikation in Gang und Stimmung auf. So flossen wieder rund zehntausend Liter speziell für das Oktoberfest auf der Base gebrautes Bier durch durstige Kehlen. Das Bier der Brauerei aus Linnich-Welz darf aber ab sofort nur Erntefestbier betitelt werden, denn der Name Oktoberfestbier ist zwischenzeitlich geschützt.

Der Oktoberfest-erfahrene Kommandeur des Nato-Verbandes, Brigadegeneral Burkhard Pototzky, hatte im vergangenen Jahr mit nur einem Schlag den Zapfhahn ins Ziel und so das Bier zum Fließen gebracht. „Mein Dank gilt der DUK, die es geschafft hat, das beste Oktoberfest außerhalb Münchens nach Geilenkirchen zu holen”, sagte Burkhard Pototzky in seiner kurzen Begrüßungsrede.

Anstich-Ablösung

Während Bürgermeister Thomas Fiedler anscheinend froh war, diesen Fassanstich nicht vollziehen zu müssen, übernahm der neue Vorsitzende der DUK, Stabsfeldwebel Klaus Dickel, diesen Part; er benötigte dafür vier Schläge. Dabei schauten ihm auch Bundestagsabgeordneter Leo Dautzenberg, Force-Commander Generalmajor Stephen D. Schmidt und Oberst i.G. Werner Nemetschek über die Schulter.

Im Namen der Deutschen Unteroffizier-Kameradschaft hatte Vorsitzender Klaus Dickel, unterstützt von Brigadegeneral Burkhard Pototzky, eine angenehme Aufgabe: Die DUK ernannte Oberst a.D. Reinhard Mack zum Ehrenmitglied. Der Oberst war acht Jahre lang Dienstältester Deutscher Offizier (DDO) und hatte sich stets für die Belange der DUK eingesetzt.
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