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Adenauer-Straße: Geschäftsleute kritisieren lange Bauzeit

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Rund 100 interessierte Bürger erfuhren am Donnerstagabend Details über die Planung zur Umgestaltung der Geilenkirchener Innenstadt.

Auf Einladung des „Lenkungskreis Initiative Stadtmarketing” stellten die beauftragten Stadtplaner insbesondere ihre Vorschläge zum Umbau des Bereiches der Konrad-Adenauer-Straße zwischen Alte Poststraße und Kreisverkehr/Markt vor.

Hier soll die seit zwei Jahren als Versuchsphase deklarierte Einbahnstraßenregelung manifestiert werden, einhergehend mit einer neuen Parkordnung, 20 km/h Höchstgeschwindigkeit und der endgültigen Errichtung des Kreisverkehrs im Zentrum.

Im Eingangsbereich der Realschul-Aula wurden auch die favorisierten Materialmuster für den Straßen-, beziehungsweise Bürgersteigbelag ausgelegt.

Nach der Begrüßung durch den Lenkungskreisvorsitzenden Franz-Michael Jansen und der Vorstellung der Umbaumaßnahme mit voraussichtlichem Baubeginn Mai 2009 durch Jochen Meyer-Brandis und Marcus Beyer vom Planungsbüro MWM aus Aachen stellten sich die Stadtplaner den Fragen der Bürger.

Aus dem Publikum wurde eine Zebrastreifen für Rollstuhlfahrer von der Kreissparkasse zu den Behindertenparkplätzen angeregt sowie ein Radweg entlang der Kreissparkasse in Richtung Hünshover Markt.

Die Besucher erfuhren, dass aufgrund der neuen Parkbuchtenanordnung „ein paar” Stellplätze wegfallen müssen und etwa in Höhe der Buchhandlung Mühlbauer/Uhren Mertens eine Ladezone eingerichtet wird. Die Einbahnstraße wird in einer Breite von 4,25 Meter realisiert und dadurch etwas breiter als in der jetzigen Versuchsphase. Dies ermögliche dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ein problemloses Fahren mit den Bussen.

Jochen Meyer-Brandis wurde nach der viel diskutierten Windrose inmitten des neuen Kreisverkehrs gefragt: „Die Windrose ist in Korrespondenz zum Vorplatz von St. Ursula geplant”, sagte Meyer-Brandis. Worauf Franz-Michael Jansen allerdings einwarf: „Die Windrose stieß im Bauausschuss am Dienstag nicht auf viel Gegenliebe, so dass der Kreisverkehr in dieser Form wohl nicht kommen wird.”

Großen Protest gab es gegen den späten Baubeginn und die siebenmonatige Bauzeit bis in den Dezember hinein. Darunter würden die Geschäfte und besonders die Gastronomie in diesem Bereich stark leiden. Es werde in diesem Jahr weder ein Sommergeschäft für die Gastronomie, noch ein Weihnachtsgeschäft für die anderen Geschäfte geben. Oliver Schleypen von Shoe-Point: „Dann werde ich vorher Geilenkirchen verlassen müssen.” Hubertine und Alfred Husmann von Kaffee Art: „Dann können wir keine Stühle und Tische raussetzen, und unser ganzes Sommergeschäft ist kaputt”.

Beigeordneter Hans Hausmann versuchte zu beruhigen: „Die Maßnahme wird in Abschnitten erfolgen, Geschäfte können erreicht werden.” Korridore für Fahrzeuge würden verfügbar sein. Aber weil der Kanal punktuell erneuert werden müsse, sei eine kürzere Bauzeit nicht machbar. Jedoch könne er vermelden, dass das ausführende Unternehmen keine Bauferien im Sommer einlegen werde. Die Anregung aus der Versammlung, in der Haihoverstraße einen Zebrastreifen einzurichten wurde von Stadt und Planern positiv aufgenommen.
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