Geilenkirchen - Abwechslungsreicher Liederabend im Haus Basten

Abwechslungsreicher Liederabend im Haus Basten

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„Der Onkel aus Amerika”: Beim Liederabend der Musikschule Geilenkirchen traten auch die jüngsten Schülerinnen auf. Foto: Johannes Gottwald

Geilenkirchen. „Singe, wem Gesang gegeben!” - getreu diesem Motto veranstaltete die Musikschule Geilenkirchen ihren Liederabend im Haus Basten. Erfreulicherweise konnte man sich davon überzeugen, dass an solistischem Gesangsunterricht offenbar rege Nachfrage herrscht.

Das farbige und abwechslungsreiche Programm umfasste 25 Nummern und nicht weniger als 20 Schüler und Schülerinnen zeigten ihr zum Teil recht beachtliches Können.

Alle Gesangsstücke wurden von Olga Kreimer am Klavier begleitet, aus deren Klasse auch die meisten Akteure des Abends stammen. Aber auch die Klasse von Anna Reker war mit mehreren Teilnehmern vertreten. Dazu gehörte auch Melissa Braun, die als eine der Jüngsten den Liederabend mit „Onkel in Amerika” von K. Doldinger eröffnen durfte. Passend zum Titel erschien sie in Cowboykleidung und erhielt nach ihrem kurzen, aber sehr gekonnten Vortrag sogleich großen Applaus.

Sehr zurückhaltend

Sehr zurückhaltend gestaltete danach Madeleine Heinrichs die „Mondnacht” von E. Levina, was aber durchaus dem Liedtext angemessen war. Dem Traum aller Emanzen gab anschließend Marie Brinkmann in der großangelegten Arie der Marie aus dem „Waffenschmied” von Lortzing Ausdruck. Die Opernfigur beklagt sich in diesem Stück bitterlich über die Nachteile, die sie als Frau unaufhörlich zu erdulden hat, und wünscht sich sehnlich, ein Mann zu sein oder doch zumindest die gleichen Privilegien zu haben.

Nach diesem lebhaft beklatschten Auftritt gestaltete Mathilde Draht die klangschöne Barockarie „Dignare”von Händel ausdruckstief und stilgerecht. Das dreiste „Lob der Faulheit” von Joseph Haydn trug Steffi Baumeister ebenso wirkungssicher vor wie Bianca Helbig die Arietta „Caro mio ben” von G. Giordani.

Bei der Arie der Susanna aus „Figaros Hochzeit” von Mozart bewies Kristin Barth nicht nur bemerkenswertes gesangliches, sondern auch schauspielerisches Talent. Aber auch „Se tu mami” aus der Feder des früh verstorbenen Pergolesi (gesungen von Laura Wurm) verfehlte seine Wirkung nicht. Der große Liedermeister Franz Schubert war mit dem „Ständchen” und dem Gesang „An die Musik” im Programm vertreten.

Laura Heinen und John Redgwell wussten hier ebenfalls mit klaren und ausgewogenen Stimmen zu überzeugen. Einen sehr guten Eindruck hinterließen auch die beiden Auftritte von Heike Dünkel, die für diesen Abend das Arioso „Sulamith” von K. Goldmarr und das „Kränzlein” von Antonin Dvorak ausgewählt hatte. Aber auch Simone Dünkel mit „La bella pastorella” (G. Rossini), Sarah Mutschall mit „Habanera” aus Bizets Carmen und Willy Meyer mit dem bekannten „Die zwölf Räuber” bekamen verdienten Beifall.

Während der erste Teil des Programm eher von klassischer Musik geprägt war, dominierten im weiteren Verlauf eindeutig Operette und Musical. Dabei gelangen Claudia Peltzer mit „Machts auf die Türen” aus dem „Walzertraum” von Oskar Strauss und Ramona Gerschel mit dem Vilja-Lied aus der „Lustigen Witwe” von Lehar prächtige Auftritte.

Aus dem „Walzertraum” waren danach auch noch zwei brilliante Duette zu hören: Beim Duett der Helene und Friederike zeigten Laura Heinen und Laura Wurm ein schon ausgereiftes Können und auch das Duett „Friederike und Franzi” (Sarah Mutschall und Katrin Schovenberg) erwies sich als ausgesprochener „Ohrwurm”.

Gediegene Vorträge

Das dritte Duett des Abends stammte dagegen aus dem „Phantom der Oper” von A.L.Webber. Hier gelangen Bianca Helbig und John Redgwell ebenso gediegene Vorträge wie Helmut Heuschen mit „Ich bin nur ein armer Wandergesell” von E. Künneke und Sarah Schovenberg mit „Meine Lippen, sie küssen” von Franz Lehar. Ebenfalls in die Welt des Musicals gehörten „The man I love” von Gershwin und „Once upon a dream” von F. Wildhorn. Auch hier zeigten Caroline Drießen und Vanessa Kather beachtliche Leistungen.

Nachdem Mathilde Draht mit „Machen wirs den Schwalben nach” aus der „Csardasfürstin” von E. Kalman einen heiter-temperamentvollen Schlusspunkt gesetzt hatte, gab es langen und verdienten Beifall für alle Ausführenden.
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