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Abschiede mit klingenden Noten

Von: Markus Bienwald
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Beeindruckend, klanggewaltig und von einem ausgebuchten Zuhörerraum zu Höchstleistungen angespornt war das sinfonische Schulorchester von St. Ursula in Geilenkirchen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Die besondere Herausforderung für ein Schulorchester ist die zwangsläufig jährlich wechselnde Besetzung. Das sinfonische Schulorchester des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula machte schon fast eine Tugend daraus.

Durch sorgfältige Stückauswahl, die das Publikum auf Grund ihres Schwierigkeitsgrades wieder einmal überraschte, forderten die beiden Orchesterleiter Thomas Kamphausen und Laura Schmidt ihre über 100-köpfige Schar beim jetzigen Schulkonzert in der Aula der Schule einmal mehr zu Höchstleistungen heraus.

„Sinfonisches Schulkonzert für Klavier und Orchester” war die Veranstaltung mit randvollen Zuhörerreihen überschrieben, und sie bot nicht nur etwas für jeden Musikgeschmack zwischen Barock und Moderne, sondern zeigte in erstaunlicher Ausführungsqualität auch die Veränderung der Funktion des Klaviers beziehungsweise Cembalos im Orchester im Laufe der Musikgeschichte auf.

Mit dem Allegro aus Johann Sebastian Bachs Fünften Brandenburgischen Konzert fand das Streichorchester, gebildet aus Mitgliedern des Gesamtorchesters, einen überaus gelungenen Einstieg in das Konzertprogramm des „großen” Ensembles. Zuvor hatten die Allerjüngsten aus dem „Streicherprojekt II” und dem Juniororchester ihr schon erstaunliches Können mit Werken von Händel, Mendelssohn und Purcell dokumentiert.

Für ihre solistischen Leistungen im Brandenburgischen Konzert wurden Dorit Bardenhewer (Violine), Lara Höfling (Klavier) und Ronja Volles (Flöte) mit brausendem Beifall des Publikums bedacht.

Im „Konzert in D-Dur für Klavier und Orchester” von Joseph Haydn tritt das Klavier schon sehr deutlich dem Orchester gegenüber. Schulorchester und Klaviersolist Thomas Gottschalk (Abiturient aus dem Jahrgang 2004) boten dem begeisterten Publikum einen wirklichen Ohrenschmaus. Noch deutlicher ausgeprägt war die Rolle des Pianisten als Solist im „Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester”, das Thomas Kamphausen für Klavier bearbeitet hatte. Hier hatten Martin Scheufens (Abitur 2007) und das Orchester einen spannungsgeladenen, wunderbaren Auftritt.

Einen zugleich anspruchsvollen wie fröhlichen Einstieg in den zweiten Programmteil nach der Pause fanden das Orchester und Solistin Judith Lurweg mit George Gershwins „Rhapsody in Blue”, an der vor allem auch die Bläser ihre Freude hatten, bevor mit dem ersten Satz aus Camille Saint-Saens „Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2” der bekannte Pianist Burkhard Kerkeling (Abitur 1987) seine alte Wirkungsstätte betrat und auf dem Klavierhocker Platz nahm. Tosender Applaus belohnte das wunderbare Zusammenspiel zwischen Solist und Schulorchester.

Vor dem letzten Stück des Abends standen naturgemäß die Verabschiedungen an. Nach fast siebeneinhalb Jahren mussten Thomas Kamphausen und Laura Schmidt sich jetzt vom letzten Gründungsmitglied des Schulorchesters verabschieden. Judith Böven absolviert in diesem Jahr ihr Abitur und verlässt damit, ebenso wie Alina Hermanns und Janina Corsten, das Orchester.

Verabschieden wird sich auch Lehrer Paul Blasel (am Fagott), der bald in den Ruhestand geht. „Zwei Sardanas (La Moreneta - La puntaire)”, arrangiert von Thomas Kamphausen, vertrieben zum Abschluss des Konzertes schnell wieder alle Melancholie und entließen das Publikum in fröhlicher Stimmung in den Restabend.
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