5000 Türklingeln sind ihre Ziele

Von: mabie
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Nach einer Aussendungsfeier in der Pfarrkirche St. Marien wurden am Donnerstagmorgen 40 Sternsinger in die Stadt geschickt, um dort Spenden für Not leidende Kinder in Kambodscha zu sammeln. Foto: Georg Schmitz

Übach-Palenberg. Etwas über Null Grad zeigt das Thermometer an diesem Morgen an, als sich Caspar, Melchior und Balthasar am Dreikönigsmorgen auf den Weg machen. Ihr Ziel ist das Rathaus. Sie sind, in der Menge namenlos, doch in der Funktion mit den drei Königsnamen geschmückt, insgesamt 40, als sie am Rathaus ankommen.

Der Himmel öffnet gerade seine Pforten und entlässt einen feinen Nieselregen, der sich in jede Ritze setzt. Aber das macht den dick eingepackten und bunt gewandeten Kindern und Jugendlichen der Pfarre St. Petrus Übach-Palenberg gar nichts aus. Schließlich sind sie nicht nur hier, um die warmen Worte aus dem Mund von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch zu hören und sich anschließend bei heißem Kakao und leckerem Gebäck zu stärken.

Ihre Mission heißt „kmäng kmäng bong-hein kom-lahng”, was in Kambodscha in etwa die Übersetzung von „Kinder zeigen Stärke” bedeutet. Unter dieser Überschrift, mit dem silbernen oder goldenen Stern am Stab und einer ebenso gefärbten Krone auf den Kopf machen sich insgesamt rund 120 Sternsinger in Übach-Palenberg in diesen Tagen auf den Weg.

Rund 5000 Türklingeln liegen vor ihnen, es ist ein langer Weg, ein harter Weg, um den Altersgenossen auf der anderen Seite der Erdkugel ein Stück Hilfe zukommen zu lassen. Denn die Aktion Dreikönigssingen des Kindermissionswerks „Die Sternsinger” im Bund der Deutschen Katholischen Jugend sammelt auch in diesem Jahr wieder für junge Menschen, denen das Schicksal weniger angenehme Lebensumstände beschert hat.

Bevor sich die Kinder in die drei Könige aus dem Morgenland verwandelten, verging an diesem Morgen einige Zeit. Treffen kurz nach sieben Uhr - und das in den Schulferien - eine kurze Besprechung, die Auswahl der Kleidung und natürlich nochmal das Singen der Lieder. Der obligatorische Schriftzug „20C+MB+11”, den sie auf der Hauswand hinterlassen, darf natürlich nicht fehlen.

Sogar vorgedruckte Exemplare, die auf selbstklebenden Folien verewigt sind, gibt es neben dem guten alten Kreidestrich. Mit Singen, Klingeln und dem Wandern bei ausgesprochen unfreundlichem Wetter ist schnell der ganze Tag Ôrum, doch den Kindern aus allen Teilen des Stadtgebietes macht es viel Spaß, auch wenn hier und da die Krone zwickt und der Stern mal falsch herum steht.

Neben dem Segen, dem Spruch an der Hauswand, der übrigens alle segnet, die dort ein- und ausgehen, wird natürlich noch viel Spendengeld gesammelt.

Das Kindermissionswerk unterstützt neben dem zentralen Spendenmotto damit rund 3000 Projekte weltweit.

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