Übach-Palenberg - 500 Kinder stürmen den jüngsten Tobetag in der Waschkaue

500 Kinder stürmen den jüngsten Tobetag in der Waschkaue

Von: mabie
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Krachend bewegte sich die ein oder andere Ladung Plastikbecher beim Dosenwerfen in Richtung Waschkauenboden. Nur ein Angebot von vielen beim Tobetag zwischen Schwertkampf und Menschenkicker. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Neue Spielräume können manchmal das Ende einer erfolgreichen Veranstaltungsreihe sein. Nicht so bei der jetzt vierten Auflage des „OmaOpaMamaPapaTeenieKinderTobetages“, der erstmals in der Waschkaue stattfand.

Bei den ersten drei Auflagen waren die großen Mehrfach-Turnhallen am Schulzentrum das Ziel des Spiels. Mit dem Umzug sind aber die Besucherzahlen nicht in den Keller gegangen, wie Marion Dalmisch als Sprecherin der Veranstaltergemeinschaft resümierte. „Wir hatten mindestens 500 Kinder bei uns“, sagte sie. Hört sich im Vergleich zu den 1500 Besuchern im vorigen Jahr nicht viel an. „Nein“, lacht Marion Dalmisch, „denn wenn man die Begleitpersonen bis zu Tante und Onkel dazurechnet, dann wurde mindestens die gleiche Besucherzahl wie im Vorjahr erreicht.“

Hüpfburg-Landschaft

„Das organisatorisch Beste war eigentlich, dass wir die Cafeteria nun mitten im Raum unterbringen konnten“, sagt die Mitorganisatorin. In den Vorjahren waren die Besucher gezwungen, die Sporthallen zu verlassen, wenn sie sich stärken wollten.

So griff in diesem Jahr in der Waschkaue vor allem der Effekt des „geh‘ mal spielen, ich trinke hier Kaffee und gucke zu...“. Aber natürlich waren viele Eltern mit ihren teils sehr jungen Kindern auch mitten im Geschehen, wenn beispielsweise mit „Hurra“ die weitläufige Hüpfburgen-Landschaft gestürmt wurde oder die Becher beim Dosenwerfen nur so flogen. Schuhe aus und die Socken rocken hieß es auch für die Kinder, die auf der Aktionsfläche zeigten, was sie drauf haben. Da gab es Hip-Hop-Vorführungen, bis die altehrwürdigen Mauern der früheren Waschkaue, in der bis September 1962 noch die Kumpels von Straßen- in Grubenkleidung wechselten, wackelten. Da wurden aber auch ästhetisch wie athletisch anspruchsvolle Bewegungsabläufe aus dem Kampfsport vorgeführt.

Auch die Jugendfeuerwehr der Stadt Übach-Palenberg war mit vielen Demon­strationen zu bestaunen. „Wir freuen uns natürlich riesig über die Unterstützung der vielen Vereine aus dem Stadtgebiet, die den Tobetag erst so richtig bunt machen“, lobt Marion Dalmisch. Kampfsportler vom Euregio Chi Wushu, die zum Mitmachen bei den Trainingseinheiten einluden, waren ebenso dabei wie die Aktiven des TuS 09 Rot-Weiß Frelenberg, die Tänzer der Karnevalsgesellschaft Lustige Marienberger Jekken sowie Gruppen des Fördervereins Frelenberg wie auch die mittelalterlich gewandeten „Bockreiter“ aus Herzogenrath, die den Besuchern durch Film, Lagerleben, Schwertkampf und Bastelmöglichkeiten die Geschichte der Bockreiter näherbrachten. Der schwarze Ritter lud ein zum spielerischen Schwertkampf, und der Menschenkicker mit dem Funny-Super-Cup ergänzten das pralle Programmpaket.

Und wer noch nicht vollends im Bällebad abgetaucht war, durfte sich mit den Organisatoren vom Verein Funtasie und der Neuapostolischen Kirche in Boscheln um die Wette freuen. Denn bei so viel Auswahl fiel es schwer, nicht dem im Namen der Veranstaltung innewohnenden Motto des ausgelassenen Herumtobens zu verfallen.

Eine Tombola, mit deren Hilfe für den Verein und damit für die offene und ehrenamtliche Jugendarbeit in der ehemaligen Zechengemeinde neue Kettcars angeschafft werden sollen, rundete das Bild eines perfekten Familiennachmittags ab.

„Das war echt der Hammer“, war Marion Dalmisch abschließend überaus zufrieden und freut sich schon jetzt auf die kommende Auflage im nächsten Jahr, die voraussichtlich wieder in der Waschkaue stattfinden wird. „Auch die Vereine und die freiwilligen Helfer haben schon jetzt ihr Mitmachen zugesagt“, schließt Marion Dalmisch, die sich auch bei den vielen Spendern und helfenden Händen bedankt. Denn mit den Einnahmen aus dem tollen Tobenachmittag wird auch die Außenanlage des Städtischen Jugendzentrums am Palenberger Bahnhof noch ein Stückchen schöner.

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