Übach-Palenberg - 1500 Badegästeschwimmen für den guten Zweck

1500 Badegästeschwimmen für den guten Zweck

Von: Markus Bienwald
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Mit den blauen Überziehern, Förmchen, Kännchen und Schwimmflügeln wagte sich auch Comedian Hastenraths Will ans Wasser. Foto: Markus Bienwald
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Tempo machen oder es ruhig angehen: Wie geschwommen wurde, war egal, wichtig war am Ende die Zahl der Bahnen.

Übach-Palenberg. Hastenraths Will hat sich echt nicht mehr eingekriegt. Denn angesichts der Menge von Aktiven, die sich am Freitag für den guten Zweck in die blauen Fluten des Ü-Bades geworfen hat, blieb selbst dem eingefleischten Comedian die Spucke weg.

Denn beim Benefizschwimmen des Radiosenders „100‘5“ in Zusammenarbeit mit der actimonda-Krankenkasse hatte sich vor allem in den vergangenen Tagen vor dem Event die Zahl der Anmeldungen beinahe unüberschaubar erhöht. Doch auch dafür hatte Hastenraths Will vorgesorgt: Er hatte vorweg noch schnell ein paar dieser schicken, garantiert atmungsinaktiven blauen Überzieher über seine waldgrünen Gummistiefel gezogen und war in bester Ausgeh-Landwirtsuniform am Beckenrand aufgetaucht.

Dort suchte er unverhohlen gleich nach Frauen, wie er Moderatorin Janina „Ninchen“ Kötz offenbarte. „Im Schwimmbad sucht man doch immer nach Frauen“, kommentierte er in seiner direkten Art vom Land. Doch Hastenraths Will war nicht der Einzige, der sich an diesem Nachmittag über ein stets ausgelastetes Schwimmbecken freute.

„Wir sind etwa mit 900 Anmeldungen dabei“, sagte Manfred Ehmig, seines Zeichens Vorsitzender der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg und Schulleiter der Willy-Brandt-Gesamtschule. Wie viele Bahnen das bringen würde, rechneten die flotten Jungs und Mädels von „100‘5“ natürlich schon am Eingang aus. Aber auch auf der stündlich aktualisierten Anzeigetafel mit der Zahl der geschwommenen Bahnen war der gigantische Erfolg des Ganzen sehr gut absehbar.

Dort standen aber nicht nur die Zahlen aus dem Ü-Bad, sondern auch aus der Aachener Ulla-Klinger-Halle, wo zeitgleich auch geschwommen wurde. Und da kamen schon in den ersten zwei Stunden weit über 7200 Bahnen zusammen, eine Zahl, mit der die Organisatoren nicht gerechnet hatten. Dass aber dennoch in und ums Becken alles bestens ablief, dafür sorgten die „Profis“ vom Ü-Bad, vom VfR und auch von der DLRG, die gleich mit einer eigenen Mannschaft angerückt waren.

Passiert ist nichts, was sicherlich auch ein Verdienst der wachen Augen der Rettungsschwimmer ist. Aber auch die Menschen, die freiwillig am Beckenrand die geschwommenen Bahnen dokumentierten, konnten natürlich gut erkennen, wer ruhig noch eine Bahn mehr für den guten Zweck leisten konnte. Ruhig war hier das Stichwort, denn auf die Schnelligkeit kam es nun wirklich nicht an, nur auf die Anzahl der Wiederholungen. Und so tummelten sich im Wasser neben offensichtlichen Profis, die gezielt Bahn um Bahn in einer eigenen Trainingsrunde absolvierten, auch Leute, die eher ruhig durchs Wasser zogen und ihr Tempo niedrig hielten. Spaß machte es in jedem Fall, auch Moderatorin „Ninchen“.

Sie war um die Mittagszeit im Wasser mit dabei. „Ich schwimme eine Stunde“, versprach sie, und natürlich hatte sie danach noch genügend Puste, um auch später munter plaudernd durch das Bad zu ziehen. Spielrunden, ein Besuch von Sänger Norman Langen und auch Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, der erst am späten Nachmittag Zeit fand, um selbst zum guten Ergebnis beizutragen, rundeten den ersten Spendenmarathon im Wasser bestens ab.

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