Zwischen den Backen wirds kompliziert

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Moderiert auch diesmal wieder
Moderiert auch diesmal wieder ebenso unterhaltsam wie informativ unser Medizinforum: Dr. Eber­hardt Schneider. Foto: Röhseler

Eschweiler. „Feuer im Hintern” ist unser Medizinforum überschrieben, das am Mittwoch, 8. Juni, 19 Uhr, im Talbahnhof stattfindet. Dann stellen sich Fachärzte den Fragen des Publikums.

Mit von der Partie sind neben Moderator Dr. Eber­hardt Schneider (Chefarzt der Klinik für Frührehabilitation am St.-Antonius-Hospital), Dr. Stefan Müller (Chefarzt für Allgemein- und Thorax-Chirurgie), Dr. Burkhard Bündgens (Arzt für Allgemeinmedizin) und Hildegard Tschorn (Physiotherapeutin, Beckenbodentherapie). Obwohl weniger als einen Meter von unseren Augen entfernt, ist die Körpergegend zwischen den Gesäßbacken weitgehend unbekannt und (ohne Hilfsmittel) durch den Betroffenen selbst nie zu sehen. Das macht auch Erkrankungen dort immer ein wenig suspekt und unheimlich. Es ist deshalb wichtig, ein wenig über die Funktion von Enddarm und After zu wissen, um auch die dort vorkommenden Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Der Enddarm ist ein besonderes Organ in einer besonderen Region. Hier trifft das Körperinnere auf die Körperoberfläche. Die inneren Anteile, wozu auch der innere Schließmuskel gehört, arbeiten weitgehend selbständig und ohne willentlichen Einfluss. Am After erfolgt dann der Übergang in den Bereich, der den bewussten Empfindungen und der direkten willentlichen Steuerung durch den Menschen unterworfen ist.

Dazu gehört auch der äußere Schließmuskel. Zudem trifft hier der Darm, der keine Empfindungsnerven hat, auf ein höchst empfindliches Hautareal, das die Aufgabe wahrnimmt, mit hundertprozentiger Sicherheit zu unterscheiden, ob es sich zum Beispiel um festen oder flüssigen Darminhalt oder etwa nur um eine Blähung handelt. Derartig komplizierte Strukturen sind immer wieder auch störanfällig und können deshalb leider leicht immer wieder erkranken.

Es ist - wie so oft! - wichtig, diese Erkrankungen früh zu bemerken, ärztlich zu untersuchen und gezielt zu behandeln. Oft werden von den Patienten selbst zunächst unspezifische Zeichen festgestellt wie ein Jucken, Brennen, aber auch Schmerzen oder gar Blut im Stuhl.

Man sollte diese Symptome nicht verdrängen oder verniedlichen, sondern ärztlich abklären lassen. Handelt es sich wirklich „nur” um Hämorrhoiden, also einen Blutstau in den Analblutgefäßen? Oder um eine entzündliche Hautreizung, ein Ekzem? Liegen schmerzhafte blutende Hautrisse vor, die wir Fissuren nennen? Handelt es sich gar um eine andere, womöglich gefährliche Erkrankung?

Um dies festzustellen, finden spezielle ärztliche Diagnosemethoden Anwendung. Daraus ergibt sich dann eine fach- und diagnosegerechte Behandlung, die sehr oft rasch zum Erfolg führt.

Dies und mehr wird im Forum Gesundheit am Mittwoch, 8. Juni, um 19 Uhr im Kulturzentrum Talbahnhof, Raiffeisen-Platz 1-3, von namhaften Fachleuten aus Klinik und Praxis unter der Moderation von Dr. Eberhardt Schneider unter dem Thema „Feuer im Hintern - Probleme am anderen Ende des Darms” vorgestellt.
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