Zwei Kaiser streiten um den Sieg

Von: mic
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Markus Latz gratulierte Baltha
Markus Latz gratulierte Balthasar Nießen, mit dem er sich ein spannendes Stechen geliefert hatte. Rechts Brudermeister Norbert Sewelies, links Martin Plum, der das Schießen leitete, zu dem auch Michael Sauers Tochter Margret und sein Urenkel Jonathan gekommen waren. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Zwei Kaiser der Bruderschaft machten das Rennen unter sich aus: Im Stechen setzte sich Balthasar Nießen gegen Markus Latz durch und gewann den Michael-Sauer-Gedächtnispokal der St.-Rochus-Bruderschaft Röthgen.

1996 hatte Michael Sauer, Ehrenmitglied und Kaiser der Bruderschaft, den nach ihm benannten Pokal gestiftet und sich ein besonderes Reglement ausgedacht: Jeder Teilnehmer muss zehn Schuss auf die Scheibe abgeben und möglichst exakt eine Ringzahl erzielen, die am Abend des Wettbewerbs festgelegt wird. Wer über das Ziel hinausschießt, sprich: wer mehr Ringe trifft als verlangt, scheidet aus. Sieger ist, wer die geforderte Ringzahl genau erreicht oder möglichst knapp darunter bleibt.

Michael Sauer, der gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth viel für die Bruderschaft getan hat, verstarb am 24. Mai dieses Jahres; er wurde 88 Jahre alt. Ihm zu Ehren wird der beliebte Wettbewerb fortgeführt, jetzt als Michael-Sauer-Gedächtnispokal. 18 Teilnehmer gingen am Freitag an den Start, es galt 79 Ringe zu erzielen. Diese Zahl hatte Margret Krauß, Tochter des verstorbenen Pokalstifters, bestimmt, die mit Michael Sauers Urenkel Jonathan zum Schützenheim an der Odilienstraße gekommen war.

Nachdem alle geschossen hatten und die Karten ausgewertet waren, gab Schießmeister Martin Plum das Ergebnis bekannt. Zwei Schützen, nämlich Balthasar Nießen und Markus Latz, hatten exakt 79 Ringe erzielt und mussten somit ins Stechen. Jetzt hieß die Vorgabe: fünf Schuss, 38 Ringe. Als die beiden Schützenbrüder wenig später vom Schießstand zurückkamen, stand der Sieger fest.

Begleitet von viel Beifall gab Martin Plum das Ergebnis bekannt: Balthasar Nießen hatte mit 38 Ringen erneut die Vorgabe genau erfüllt und wiederholte damit den Vorjahressieg. Das hatte vor ihm bislang nur Brudermeister Norbert Sewelies geschafft, der dem alten und neuen Pokalgewinner im Namen der Bruderschaft gratulierte.
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