Zukunft junger Leute lohnt jeden Einsatz

Von: ran
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Eschweiler. Ohne sie wären die Erfordernisse des Schulalltags auf Grund der finanziellen Situation der öffentlichen Haushalte kaum noch zu erfüllen. Die Rolle von Fördervereinen wird immer wichtiger. Am 28. November 1991 wurde der Förderverein des Berufskollegs Eschweiler ins Leben gerufen.

Im Rahmen einer Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen nutzten die Verantwortlichen der Institution vor zahlreichen Gästen nun die Gelegenheit, sowohl auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurückzublicken, als auch einen Ausblick zu wagen.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass wir dieses runde Jubiläum in dieser Schule feiern können”, erinnerte mit Wolfgang Hennig der Vorsitzende des Fördervereins und ehemalige Leiter des Berufskollegs (von 1984 bis 1997) daran, dass vor dem Neubau des Berufskollegs Eschweiler im Jahre 1989 zur Diskussion stand, den Standort Eschweiler zu schließen. Unter anderem seien es der jetzige Städteregionsrat Helmut Etschenberg sowie der ehemalige Landrat Hans-Günter Bömeke gewesen, die dem Standort Eschweiler immer zur Seite gestanden hätten.

Und dies habe sich ausgezahlt. „Bei der Errichtung des Neubaus für 1500 Schüler vorgesehen, zählt das Berufskolleg Eschweiler heute rund 2800 Schüler. Ein klassisches Beispiel für eine Fehleinschätzung innerhalb eines Schulentwicklungsplans”, so Wolfgang Hennig. Neben einem engagierten Kollegium und der Schülerschaft trage auch der Förderverein zur positiven Entwicklung der Schule bei. „Mit über 100 Mitgliedern ist er die Brück e zwischen heutigen und früheren Schülern, heutigen und früheren Lehrern sowie zwischen Ausbildungsbetrieb und Schule.”

Wichtigste Funktion des Fördervereins sei es, den Handlungsspielraum der Schule zu vergrößern. Drei Projekte des Fördervereins stellte Wolfgang Hennig seinen Zuhörern näher vor. So wird unter anderem ein Sozialprogramm für Klassen mit Schülern, die noch keine Ausbildungsvergütung erhalten, unterstützt. „Der Klassenlehrer kann dadurch bei der Finanzierung von Studienfahrten in schwierigen finanziellen Situationen diskret Hilfestellung leisten”, so der Vorsitzende. Darüber hinaus organisiert der Förderverein die „Zwischendurchüberwachung” und, falls nötig, die Reinigung der Sanitärbereiche der Schule.

Wichtiger Eckpunkt für den Förderverein des Berufskollegs sei auch, den Schülern die Gelegenheit zu geben, den „Europäischen Computerführerschein” zu erlangen. Der Fortbestand eines solchen Fördervereins sei jedoch nur möglich. wenn sichgenügend Mitglieder ehrenamtlich zur Verfügung stellten. Und dies sei am Berufskolleg Eschweiler der Fall. „Das Engagement der Mitglieder und des Lehrerkollegiums ist vorbildlich”, lobte Wolfgang Hennig. „Wenn Sie den Förderverein unterstützen, dann tragen sie zum gelungenen Übergang eines jungen Menschen vom Schul- ins Wirtschaftssystem bei. Das ist ein Ziel, für das sich jeder Einsatz lohnt”, schrieb der Schulleiter seinen Zuhörern ins Stammbuch.

Dem Werben des Vorsitzenden konnte sich auch Helmut Etschenberg zu Beginn seines kurzen Grußwortes nicht entziehen. „Ich werde Mitglied”, versprach der Städteregionsrat, der im Zusammenschluss der Berufsbildenden Schulen ein positives Beispiel für den Nutzen der Städteregion sieht. Den Verantwortlichen der Schule und des Fördervereins sagte er als Schulträger zu, für positive Entwicklungen offen zu bleiben.

Bürgermeister Rudi Bertram sprach den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Fördervereins seinen Respekt aus, und betonte, dass die zunehmende Bedeutung der Fördervereine eigentlich kein Ruhmesblatt für die Politik sei. „Viele Aufgaben, die Fördervereine heute wahrnehmen, sollten eigentlich von der Politik, vom Staat geleistet werden”, so der Verwaltungschef.

Lothar Müller, Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle Marienstraße, brachte als Vertreter eines Unternehmens, das eng mit dem Berufskolleg zusammenarbeitet, die Bedeutung von Schule auf den Punkt: „Nur eines ist teurer als Bildung: keine Bildung.” Das duale Ausbildungssystem sei eine Symbiose aus Theorie und Praxis und birge Chancen für Jeden. „Der Förderverein ist dabei das Zement, der eine solche Symbiose ermöglicht”, so Lothar Müller.

Abschließend ergriff Schulleiter Manfred Hahnen das Wort. „Schon beim Jubiläum vor zehn Jahren lautete die Überschrift Tue Gutes und rede darüber. Dies hat sich bis heute nicht verändert”, so der Oberstudiendirektor. „Die Mitglieder des Förderverein haben sich in vielerlei Hinsicht verdient gemacht. Verbesserungen für unsere Schüler sind durch ihr Engagement finanziell tragbar”, machte er deutlich.

Musikalisch gestaltet wurde die Feierdurch das Lehrerduo Daniela Gölden (Gesang) und Sascha Pütz (Gitarre), die unter anderem Cindy Laupers „Time after time” sowie „Somewhere over the rainbow” aus dem „Zauberer von Oz” gefühlvoll interpretierten.
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