Zeugnisse: „Es entsteht dann eine Drucksituation in der Familie“

Von: tob
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Sind für die Sorgen und Nöte der Schüler da: Dr. Marie-Luise Maschmeier (links) und Elke Wittneben. Foto: T. Röber

Eschweiler. Am Freitag gibt es an den meisten Schulen Zeugnisse. Der eine oder die andere würde darauf wahrscheinlich lieber verzichten. Der Grund ist klar: Die Noten sind schlecht. Die Folgen können dann Ängste bei Eltern und Kindern sein.

Erster Ansprechpartner sollten immer die Lehrer sein. Darüber hinaus sind aber in kritischen Fällen auch die Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche und die Schulpsychologische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche erreichbar. Dr. Marie-Luise Maschmeier und Elke Wittneben arbeiten an der Steinstraße, wo eben diese beiden Beratungsstellen ihren Sitz haben. Die beiden kennen die Probleme, die bei schlechten Noten auftreten können.

Das „Zeugnistelefon“ am heutigen Tag werde eher weniger gebraucht, erklärt Dr. Marie-Luise Maschmeier von der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Städteregion. Die meisten Noten seien bereits vorher bekannt gewesen. Und aus diesem Grund haben auch die Gespräche mit Eltern und Schülern größtenteils schon vor einer Weile stattgefunden.

Thema Scheidungskinder

„Es entsteht dann eine Drucksituation in der Familie“, erklärt Elke Wittneben, Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Städteregion. In einem solchen Fall wird zunächst analysiert, warum es zu den schlechten Leistungen oder dem auffälligen Verhalten in der Schule kommt. Das Thema Scheidungskinder spiele hierbei eine immer größere Rolle.

Es folgen mitunter unangenehme Fragen. Etwa: Ist es die richtige Schulform für das Kind? „Das ist natürlich nicht immer ganz einfach, sich etwa von der Idee zu verabschieden, dass das Kind diese Schule besuchen muss. Wendet sich jemand an die Beratungsstellen, wird das Erstgespräch natürlich schnell angestrebt. In der Regel geschieht dies innerhalb der ersten vier Wochen. Wenden sich Jugendliche direkt an die Stellen, hat das Priorität. Vier bis fünf Sitzungen sind in der Regel mindestens nötig, bis ein Ergebnis erzielt wurde. Die Gespräche unterliegen selbstredend der Verschwiegenheit. Für viele Kinder sei es gut, an einem neutralen Ort mit einer neutralen Person zu reden, erklären die Expertinnen.

Wer Hilfe in Sachen Zeugnis und Noten benötigt: Die Schulpsychologische Beratungsstelle ist unter Telefon 0241/ 51985144 erreichbar, die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche unter Telefon 0241/ 51985111.

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