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Zehn Stunden heißer Rock-Sound bei Castlemania

Von: lbe
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Frontmann Geoff von The G.I.M.S gibt das Letzte, um den Fans eine gebührende Festival-Eröffnung zu bieten. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Schon zum sechsten Mal hieß es nun für die Kinzweiler Burganwohner: Bitte einmal den Garten räumen, um für knapp 300 begeisterte Rock-, Punk-, Alternativ- oder Indie-Rock-Fans genügend Platz zum feiern und pogen zu schaffen. „Castlemania” bringt zehn Bands, viele kreative Köpfe und ideenreiche Stil-Mixe hervor, die für circa zehn Stunden heißen Rock-Sound sorgten.

Das Wetter an diesem Tag war so wechselhaft und unterschiedlich, wie die Bands selbst und ließ in den entscheidenden Momenten die Sonne durchblitzen. So auch bei „The G.I.M.S”, die das Rock-Festival eröffneten. Frontmann und Gitarrist Geoff, Schlagzeuger Ingo, Gitarrist Matze und Bassist Sascha zeigten, dass sie nicht nur Punk-Rocker, sondern auch wahre Entertainer sind.

„Jack into Dirt” tischten da schon härtete Töne auf. Die Drei-Gitarristen-Combo spielte laut, schnell und persönlich. Ruhigere und sanftere Töne schlugen „Tideline” an. Die Band zeichnet sich durch ihren besonderen „Oceanic Rock” , eine Mischung aus Rock, Folk und Pop, und eine gute Portion Geige aus.

Mit Mario Irrmischer, dem Veranstalter und Initiator des Festivals, am Schlagzeug und den beiden stimmstarken Sängerinnen Julia und Anne Pauly baten sie vor allem die weiblichen Fans mit dem Song „You are, you are the boy” nach vorne. Ihre Songs beschreiben Alltagsgeschichten oder ein Wochenende voller Herzschmerz, Melancholie und Alkohol.

Nach einer kurzen Aufräum- und Abbauphase der einen oder anderen Band erfuhren die Festival-Besucher, was es heißt, wenn ihnen „Indie-Tronic und Electropop” um die Ohren fliegt. Die diesjährigen Gewinner der Klangcooltour „Kids in the Riot” spielten in der Tat „coole” Musik und brachten die letzten bis dahin noch trägeren Besucher dazu mit ihren Köpfen zu nicken und den Beinen zu wippen. Spontan luden sie die Zuschauer auf die Bühne ein und drei mutige Freiwillige machten den Spaß gerne mit.

Wenn ein Fan auf die Bühne kommt und sich bedankt, dann ist scheinbar „Raise 1st” der Grund dafür. Die wohl bekannteste Jugendband der Umgebung brachte das Fass zum überlaufen und die Stimmung erreichte vorerst ihren Höhepunkt. Selbst das „Stage-Diving” kam hier nicht zu kurz. Zum ersten Mal an diesem Tag schafft es Raise 1st, dass sich ein Fan in die Menge stürzt und von vielen Händen tragen lässt - und das nicht nur einmal.

„Auch heute gibt´s keine Kinder von mir!”, ruft dagegen der Bassist von Superplex, Jens. Wenn Funpunker auf Metaller treffen, dann kommt dabei Melodic Punk Rock heraus. Mit Martin Lövenich, Michael Fahl und Jens Hellmich regiert definitiv der Punk auf der Bühne. Irgendwo zwischen Alternative, Indie, Wave, Post-Hardcore, Metal und Emo zünden Development Disorder ein erstaunliches, irrsinnig einfallsreiches Feuerwerk. Mit Instrumentaleskapaden sowie der klaren und variablen Stimme Michael Dolinskis bleibt dem Publikum nichts anderes übrig, als mit offenem Mund diese Show zu genießen.

„The Coconut Butts” präsentieren sich dagegen als ein Haufen witze-ballernder Kerle, die „Ska-Musik” spielten. Ska-Punk verbindet Punkrock mit Elementen des Ska, wie beispielsweise dem Einsatz von Bläsern oder dem Offbeat-Rhythmus und stellt eine sehr interessante Mischung aus einem schnellem Tempo und rauem Gesang dar.

Doch auch die letzten beiden Bands, „The Die is Cast” und „Last Train Home”, konnten von sich überzeugen. „The Die is Cast” verzauberten bereits beim ersten Castlemania-Festival die Zuschauer und zeigten, dass sie dies auch dieses Jahr nicht verlernt haben. Die Musik der Band „Last Train Home” fällt hingegen in die Sparten Punkrock und Hardcore - tiefgründige Texte kombiniert mit fettem Gitarren-Sound und treibenden Beats.

Zum Ausklang des Festivals feierte die Menge mit „Chief Rockhead” bei der „Aftershowparty.” Rock„n„Roll und eine Prise Rockabilly baten Gitarrist und Sänger Marcus, Bassist und Sänger Malle sowie Schlagzeuger Martin. Castlemania verband Bands, Fans, Freunde und Familie und genau diese Gemütlichkeit zeichnet das Festival aus.
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