Eschweiler - „Zaunkönige“ und „Hotspots“ am Himmel

„Zaunkönige“ und „Hotspots“ am Himmel

Von: Sonja Essers
Letzte Aktualisierung:
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Passionierter Modellflugsportler seit dem 8. Lebensjahr: Beim Modellflugwochenende präsentierte Guido Franzen seinen ganzen Stolz. Neben einem russischen Kampfjet (links) nennt er auch ein „Hotspot“ Trainermodell aus den 90er Jahren sein Eigen. Foto: Sonja Essers
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„Die Modelle beginnen bei wenigen Gramm und enden bei ungefähr 150 Kilogramm“, sagt Matthias Eickhoff, Schriftführer des MFC. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Voller Stolz präsentiert Guido Franzen seine Modelle. Einen russischen Kampfjet sowie das „Hotspot“ Trainermodell aus den 1990er Jahren nennt er sein Eigen. Seit seinem achten Lebensjahr widmet er sich mit Leidenschaft seinem liebsten Hobby, dem Modellfliegen.

Seit 2002 begeistert sich der Hobbypilot für Turbinenmodelle, die Königsklasse unter den Modellflugzeugen. „Die Turbinenmodelle sind wirklich etwas ganz Besonderes, wie im Motorsport die Formel 1“, erklärt er stolz. Unter den neugierigen Blicken der vielen Zuschauer tankt Franzen seine Schätzchen auf. „Gleich fliege ich erstmal eine Runde“, sagt er und die Vorfreude lässt sich aus seiner Stimme heraushören.

Das Fliegen erfordert höchste Konzentration. Nur wenige Minuten bleiben die mit Kerosin getankten Modelle in der Luft. Ihre Höchstgeschwindigkeit liegt bei 470 Stundenkilometern. „Die darf ich keine Sekunde aus den Augen lassen, sonst sind sie verschwunden“, meint Franzen.

Neben dem Modell von Guido Franzen waren am Wochenende noch einige andere Modellflieger am Himmel zwischen Kinzweiler und Dürwiß zu sehen. Denn der Modell-Flug-Club (MFC) Eschweiler veranstaltete dort sein Modellflugwochenende.

Zwar stand dieses wettertechnisch zunächst unter keinem guten Stern, doch davon ließen sich die Hobbypiloten nicht die Laune verderben und auch die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Hubschrauber, klassische Segler, Gleitschirme und Jets in allen Größen und Farben konnten zwei Tage lang bestaunt werden.

Nicht nur viele der insgesamt 110 Mitglieder des MFC Eschweiler nutzten die Gelegenheit, um mit ihren Modellen eine Runde zu fliegen. Auch viele Gäste von außerhalb hatten den Weg zum Gelände zwischen Kinzweiler und Dürwiß gefunden. „Wir haben Gastpiloten aus den Niederlanden, aus Bocholt oder Bielefeld zu Besuch“, erklärte der Schriftführer des MFC, Matthias Eickhoff. Seit 2008 gehört er dem Verein an, ist Jugendleiter und Fluglehrer.

Dass der Trend mittlerweile nicht nur zu neueren Modellen hingeht, sondern vor allem zurück in die Vergangenheit reicht, berichtet der Vorsitzende Frank Portheine. „Aufgrund unseres Flugwochenendes hatten wir die Idee noch einmal ältere Flieger rauszukramen.“ Er präsentiert das Modell „Zaunkönig“, das Ende der 1970er Jahre mit einer Spannweite von 43 Zentimetern herausgebracht wurde. „Damals war es das kleinste Modellflugzeug der Welt“, erklärt Portheine.

Doch die Dimensionen änderten sich. Heute bestehen sowohl nach unten als auch nach oben hin kaum noch Grenzen. „Die Modelle beginnen bereits bei wenigen Gramm und enden bei ungefähr 150 Kilogramm“, meint Eickhoff. Auf dem Gelände des MFC dürfen jedoch nur Flieger bis zu 25 Kilogramm in die Lüfte steigen. Doch auch bis zu dieser Gewichtsklasse habe man schon viele Möglichkeiten, so Portheine.

Davon konnten sich auch die Zuschauer überzeugen. Waren am frühen Sonntagvormittag nur einige wenige Besucher da, so füllte sich das Gelände sehr schnell und viele Neugierige richteten ihre Blicke in den Himmel.

Die Modellflieger gaben ihr Bestes und unterhielten das Publikum mit tollen Kunststücken und spektakulären Flügen. Dieses wiederum spendete eifrig Applaus.

Warten auf den nächsten Flug

Auch Modellflugsportler Guido Franzen hatte an diesem Wochenende sehr viel Spaß. Er freut sich bereits auf die nächste Gelegenheit, bei der er seine Modelle wieder in die Lüfte steigen lassen kann.

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