Eschweiler - Wirtschaftsbetriebe sind gut eingestellt auf den Wintereinbruch

Wirtschaftsbetriebe sind gut eingestellt auf den Wintereinbruch

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:
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Wintereinsatz für die Teams der Wirtschaftsbetriebe Eschweiler: Fast 80 Kilometer städtischer Straßen müssen geräumt werden.

Eschweiler. Alle Indestädter, die frei haben, können das Winter-Wunderland in vollen Zügen genießen. Für alle anderen bedeutet die weiße Pracht dagegen häufig eher eine weiße Last. Im Dauereinsatz sind derzeit die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Eschweiler (WBE).

Aber nicht nur die. Für jeden Hausbesitzer hieß und heißt es bei solch einer Witterung: Erst einmal vor der eigenen Haustür kehren.

Dienstagmorgen fuhr der indestädtische Winterdienst erneut im Volleinsatz: Fast 80 Kilometer städtische Straßen mussten vom weißen Puder befreit werden. Da die Großstreufahrzeuge beide Spuren freiräumen müssen, verdoppelt sich die Strecke sogar. 20 WBE-Mitarbeiter sind dafür momentan täglich mit vier Großstreufahrzeugen, einem Kleinstreufahrzeug und als Handstreutrupps auf den Gehwegen und Brücken unterwegs.

Streusalzknappheit wie in anderen Teilen des Landes befürchtet Peter Schwiebert, kaufmännischer Leiter der WBE, aber trotz der weiterhin winterlichen Prognosen erst einmal nicht. „Wir haben keine Probleme. Unsere Silos sind gut gefüllt und unser Lieferant hat uns bisher stets zuverlässig beliefert”, sagt Schwiebert. Gerade erst habe man 20.000 Liter Calciumchlorid-Lösung vom Großhändler aus Nickenich bei Andernach am Rhein bekommen. 40.000 Liter passen in den Suhle-Tank hinein.

„Das Ding ist jetzt also prall gefüllt.” Daneben stehen noch zwei 75 Tonnen fassende Trockensalz-Silos. Geräumt werden übrigens die in Stufe 1 und 2 unterteilte Hauptverkehrsadern der Stadt. Schwiebert: „Zwischen den Ortsschildern machen wir das, außerhalb bebauter Ortslage ist dann der Landesbetrieb Straßenbau zuständig.”

Mit einem ganz anderen „Problem” haben derweil die Mitarbeiter des Ordnungsamts zu kämpfen. Denn zugeschneite Autos lassen oftmals nicht erahnen, ob eine Parkberechtigung hinter der Scheibe wartet. Doch eigentlich ist dies eher das Problem des Fahrzeughalters, denn dieser muss dafür sorgen, dass der Parkschein gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe liegt, sagt Ordnungsamtsleiter Edmund Müller.

Dass seine Kollegen beim winterlichen Wetter nicht immer ganz so streng wie zu fahr- und parkfreundlicheren Witterungsbedingungen sind, sollte trotzdem niemand als grundsätzlichen Freifahrts- und Parkschein ansehen.

Das gilt übrigens auch für das Beachten der Straßenschilder. Denn an einigen Straßenabschnitten hat der seitliche Schneefall dafür gesorgt, dass Tempobeschränkungen und Vorfahrtsgebote nicht mehr zu erkennen sind. So sind die Schilder der 30er-Zone entlang der Grundschule Pumpe-Stich beispielsweise derzeit unter einer weißen Schneeschicht verschwunden.

Hier müsse man, so Müller, zwar im Einzelfall zwischen einem Ortskundigen und einem Ortsunkundigen unterscheiden, grundsätzlich aber gilt auch hier weiterhin: Straßenschilder - ob weniger gut oder kurzfristig fast gar nicht - sind zu beachten.

„Es kann schließlich nicht sein, dass wegen des Wintereinbruchs straßenverkehrsrechtlich Anarchie herrscht”, rät der Ordnungsamtsleiter daher insgesamt zu einer dem winterlichen Wetter angepassten Fahr- und auch Parkweise in der Indestadt.

Für alle Schüler heißt es am Mittwoch übrigens ein letztes Mal ohne Stress: Zuerst ausschlafen, dann Schlitten raus und runter die Pisten. Denn ab morgen ruft wieder die Schule. Außer es schneit so viel, dass der Schulweg unzumutbar wird. Aber davon geht (vorerst) natürlich keiner aus.
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