Eischwiele - Wieverfastelovend: Feucht, fröhlich und friedlich

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Wieverfastelovend: Feucht, fröhlich und friedlich

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Alaaf: Diese Gruppe Froschköniginnen hatte sich Fettdonnerstag unter die vielen Besucher des Jecke-Tön-Projekts an der Marienstraße gemischt.
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Bis hin zu den Augen wurde bei diesem Kostüm auf die Farbe geachtet.
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Die Lego-Männer vom Eschweiler Marktplatz: Ob die weiblichen Pendants auch dabei waren, ist nicht bekannt.

Eischwiele. Der Markt war im Mittelalter das Zentrum jedes Ortes. Heute ist das nicht mehr zwingend der Fall – außer zu dieser bestimmten Zeit im Jahr, die in Eischwiele ganz besonders frenetisch gefeiert wird: an Karneval.

Am Donnerstagmorgen schon waren die Straßen der Innenstadt voll. Ausgelassen – so lässt sich die Stimmung im und am Zelt der Roten Funken auf dem Marktplatz wohl am Besten beschreiben. Ausgelassen, aber nicht aggressiv. Da tanzte die Gruppe Legomännchen ganz gediegen neben einer Zombiebraut, da feuerten die Top-Gun-Piloten ganz offen auch mal Mani, den Esel an. Helene Fischer schallte über den Platz und die Hände gingen zum Himmel.

Nur ein Eindruck? Haben sich nicht doch wieder einige böse Schnittwunden an zerdepperten Glasflaschen zugezogen oder sich bei einer Schlägerei die Nase blutig gehauen? Tatsächlich war es an Wieverfastelovend erfreulich friedlich. Das Glasflaschenverbot wurden von Securitypersonal an den Zugängen überwacht. Auf Nachfrage hieß es, fünf oder sechs Flaschen habe man aus dem Verkehr gezogen. Sonst sei nichts auffälliges in den Taschen aufgetaucht.

Ein ähnliches vorläufiges Fazit zog die Feuerwehr am Donnerstagnachmittag. Zehn „karnevalsbedingte Einsätze“ habe es bis dahin gegeben, sagte Axel Johnen, Leiter der Eschweiler Wache. Alle hätten mit übermäßigem Alkoholgenuss in Verbindung gestanden. Vor dem Hintergrund, dass die Jecken bereits seit dem Morgen feierten, sei das jedoch als geringe Zahl einzuschätzen. Bei der Veranstaltung in der Marienstraße, die zum Zeitpunkt der Auskunft bereits zu Ende war, sei alles ruhig geblieben. Die Einsätze hätten alle im Bereich des Markts und der direkten Umgebung stattgefunden, sagte Johnen. Keiner der „Patienten“ sei jedoch unter 16 Jahren gewesen. Außerdem habe es keine Schlägerei gegeben, die das Eingreifen der Retter nötig gemacht hätte.

Allerdings ließ Johnen offen, wie sich die Situation am Abend entwickelt. Gegen Abend schließlich konzentriere sich der Betrieb auf den Bereich Markt. Wie viele Menschen dann dort zusammenkommen, hänge vor allem vom Wetter ab. Die Einsatzspitze erwartet der Leiter der Eschweiler Wache für sechs bis sieben Uhr. Das habe die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt.

Neben den Einsätzen, die typisch sind für den Straßenkarneval, läuft das normale Geschäft für die Feuerwehr parallel weiter. „Zeitweise sind wir mit sieben Rettungswagen gleichzeitig im Einsatz gewesen“, sagte Johnen.

Viele Aufmerksamkeit habe ein Verkehrsunfall auf der Wardener Straße erfordert. Ein Wagen sei einem weiteren aufgefahren, die Ursache sei noch unklar. Ein Fahrer sei leicht, der andere mittelschwer verletzt worden. Außerdem sei hoher Sachschaden entstanden. Für die Einsatzdauer zwischen 13.48 und 15.05 Uhr war die Wardener Straße voll gesperrt.

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