Wettlauf gegen das Tauwetter hat begonnen

Von: Mischa Wyboris
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Jetzt also doch: Der Schnee kommt auf den Drieschplatz. Unter Mithilfe von Privatfirmen, THW und Landwirten sollen bis heute Abend viele Straßen von ihrer Last befreit sein. Foto: Mischa Wyboris

Eschweiler. Während sich seit Tagen alles nur noch im schleichenden Schneckentempo fortbewegt, veranstaltet die Indestadt plötzlich ein Wettrennen - gegen die Zeit. Bis Mittwochabend sollen alle Fahrbahnen der Kategorie 2, das heißt Straßen mit Durchgangsverkehr zum Beispiel von der Größe der Gartenstraße oder An Wardenslinde, weitgehend von Eis- und Schneemassen befreit sein.

Die Stadt hat dafür drei Privatfirmen hinzugezogen. Bereits am Dienstag machten sich die Betriebe daran, unter anderem an der Indestraße mit Brennwerkzeugen, Spaten und Schaufeln die Kanäle an den Straßenrändern regelrecht zu enteisen.

Das Wettrennen gegen die Zeit ist nicht zuletzt auch ein Wettlauf gegen das Tauwetter. Schmilzt der Schnee, bevor die Kanäle vom Eis befreit sind, droht das nächste Problem. „Wir wollen jetzt möglichst viel von dem nachholen, was wir bis dato nicht erreicht haben”, gibt Stadtsprecher Stefan Kaever die ambitionierte Richtung vor.

Dabei liegt die Schuld für die immer noch an vielen Stellen auffindbaren Eisbuckelpisten wohl weniger bei der Stadt Eschweiler. Als die Autobahn zeitweise gesperrt wurde, sei der ganze Verkehr durch die Innenstadt geleitet worden, erklärt Kaever. Wegen des plötzlichen großen Verkehrsaufkommens seien die Räumfahrzeuge nicht mehr rechtzeitig in der Lage gewesen, an den Autos und Lkw vorbeizukommen. So habe der dichte Verkehr dazu geführt, dass der Schnee schnell „plattgefahren” und in der Folge zu einer dicken Eisschicht geworden sei.

Unterdessen hat sich die Stadt dazu entschlossen, die Schneemassen der aktuellen Räumaktion auch mit Hilfe von THW und Landwirten auf den hinteren Teil des städtischen Drieschplatzes zu transportieren. Eines bleibt indes, wie es ist: Die Inde bleibt davon verschont, dass Teile der weißen Berge in den Fluss gekippt werden.

Apropos „Kippe”: Wer in den vergangenen Tagen mehr Müllsäcke angesammelt hat, als in die Tonnen passen, darf die Beutel zur Abholung ausnahmsweise neben die Tonnen legen. Die Stadt habe veranlasst, dass diese von der Müllabfuhr mitgenommen werden, sagt Kaever.
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