Westfale mit Gespür für Menschen

Von: ran
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Hohe Ehre: Wolfgang Hördemann (rechts) erhielt aus den Händen von Dr. Andreas Martin die silberne Ehrennadel des rheinisch-westfälischen Genossenschaftsverbandes. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Nahezu ein halbes Jahrhundert war er im Bankenwesen tätig. Fast die Hälfte dieser Zeit, genauer gesagt seit dem 1. Oktober 1986, gehörte er dem Vorstand der Raiffeisen-Bank Eschweiler an. Am 31. März endet nun sein beruflicher Werdegang. Wolfgang Hördemann geht in den (Un-)Ruhestand.

Am Samstag wurde der 65-Jährige in einer Feierstunde im Hotel De Ville verabschiedet.

„Als sie ihr Vorstandsamt bei der Raiffeisen-Bank in Eschweiler übernahmen, war diese in Schwierigkeiten. Gemeinsam mit ihrem Mitstreiter Johannes Gastreich ist es ihnen gelungen, die Bank wieder auf ein solides Fundament zu stellen”, würdigte der Aufsichtsratsvorsitzende Professor Dr. Dettmar von Wachtendonk, der zuvor zahlreiche Wegbegleiter Wolfgang Hördemanns begrüßt hatte, die Leistung des gebürtigen Waltropers.

Vorstandssprecher Johannes Gastreich blickte anschließend auf beinahe 24 gemeinsame Jahre zurück: „Nachdem ich zum 1. Januar 1986 mein Vorstandsamt angetreten hatte, war ich froh, dass mich der Aufsichtsrat in die Entscheidung, ein weiteres Vorstandsmitglied zu bestimmen, einbezog. Wolfgang Hördemann hatte ich bereits während einer Controlling-Klausur in Montabaur kennen und schätzen gelernt. So fiel die Entscheidung zu seinen Gunsten nicht schwer.”

Zahlreiche Aufgaben seien zu bewältigen gewesen. „Doch wir haben zusammengearbeitet und -gehalten”, konnte allen Unwegbarkeiten getrotzt werden. Neben seinen banktechnischen Aufgaben habe sich Wolfgang Hördemann auch als „Bauminister” in den Zweigstellen und beim vollständigen Umbau der Hauptgeschäftsstelle im Jahr 2007 verdient gemacht.

„Darüber hinaus war für ihn als echten Westfalen auch die Brauchtumspflege in seiner neuen Heimat von großer Bedeutung, wie seine Mitgliedschaft im Prinzenwahlausschuss der Karnevalssession 1993/94 beweist”, wies der Vorstandssprecher darauf hin, dass der Wahl-Weisweiler schnell seinen Platz in der Indestadt fand.

Dies bestätigte auch Bürgermeister Rudi Bertram: „Es wurde sehr oft von ,unserer Bank gesprochen. Genau dies haben sie verkörpert. Sie haben Eschweiler gut getan.”

Nachdem mit Dr. Helmut Knochen ein Freund Wolfgang Hördemanns dessen Lebensweg in Reimform nachvollzogen hatte, schritt Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, zum Mikro, um das scheidende Vorstandsmitglied mit der Silbernen Ehrennadel des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes auszuzeichnen.

Dann galt es für den scheidenden Vorständler, dessen berufliche Laufbahn 1961 mit der Lehre bei der Spar- und Darlehenskasse Waltrop begann, seiner Frau Maria, seinen Söhnen Daniel und Mathias sowie allen Weggefährten zu danken. „Ich bin neugierig, erwartungsfroh und gespannt, was der neue Lebensabschnitt mit sich bringen wird”, blickt Wolfgang Hördemann, dessen Nachfolge als Vorstand der Raiffeisen-Bank Eschweiler Bernd Schendzielorz antreten wird, nach vorne.

Und er hat einiges vor: Neben sportlichen Aktivitäten, Reisen und dem Genießen klassischer Musik steht auch die Aufnahme des Studiengangs Medien, Design und Architektur auf der Agenda.
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