West Pharmaceutical: Globale Kompetenz made in Eschweiler

Von: Rudolf Müller
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Auf 6500 Quadratmetern vereint West-Pharma im hochmodernen neuen globalen Kompetenzzentrum am Kiefernweg Erforschung und Entwicklung pharmazeutischer Verpackungskomponenten und Verwaltung: Von der neuen Europazentrale aus werden Werke in Spanien, Italien, England, Irland, Dänemark und Frankreich geleitet. Foto: Rudolf Müller
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Mit dem Durchtrennen des Bandes eröffnet Bürgermeister Rudi Bertram (Bildmitte) offiziell das neue globale West-Kompetenzzentrum. Mit dabei Reinhard Waeben, Vizepräsident im Bereich Verpackungskomponenten, West-Vizepräsident Eric Resnick, Heino Lennartz, Direktor West Deutschland, und Mike Schäfers, Vize President Global Pharma (von links). Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. „Das Geheimnis unseres Erfolges? Unsere Mitarbeiter sind da, wenn wir sie brauchen!“ Heino Lennartz, Geschäftsführer von West-Pharma Deutschland, ist spürbar stolz auf sein Unternehmen und dessen Mitarbeiter.

Die hatten am Donnerstag allen Grund zum Feiern: Mit der Eröffnung des „Kiefernweg-Campus“ setzt das weltweit führende Unternehmen nicht nur ein starkes Zeichen für den Standort Eschweiler, sondern auch Maßstäbe in der zeitgemäßen Gestaltung zukunftsgerichteter Arbeitsplätze. Wo um die Jahrtausendwende das Bauunternehmen Kotthaus seine Pforten schloss, da entstand in den zurückliegenden Monaten ein lichtdurchfluteter Bürokomplex mit modernster Kommunikations- und Bürotechnik, der zudem das neue globale Kompetenzzentrum von West Pharmaceutical Services für die Forschung und Entwicklung beherbergt.

Hier entstehen die Prototypen pharmazeutischer Verpackungskomponenten und -systeme zur Verabreichung von injizierbaren Medikamenten. Forschung nahe am Menschen: „Wir stellen unsere Produkte nicht für einen anonymen Markt, sondern quasi für unsere Familienmitglieder her“, sagt Heino Lennartz. „Beispiel Diabetes: Wir sind stolz darauf, dass die drei weltweit führenden Insulinhersteller mit uns zusammenarbeiten und alle Top-Pharmazeuten zu unseren Kunden zählen.“

6500 Quadratmeter groß ist der neue Campus, der neben dem bisherigen Bürogebäude am Kiefernweg zwei neue Verwaltungsgebäude und das Kompetenzzentrum Innovation und Technologie umfasst. Am Standort Kiefernweg arbeiten 185 Mitarbeiter in globalen Funktionen: Dazu gehören Produktentwicklung, Produktionstechnik, Qualität, Einkauf, Vertrieb, Marketing, Kundenservice, IT, Personalmanagement und andere administrative Aufgaben. In Eschweiler – wenige Meter entfernt an der Stolberger Straße – sowie im nahen Stolberger Gewerbegebiet Steinfurt unterhält das Unternehmen zudem zwei Produktionsstandorte.

1100 Mitarbeiter am Standort

650 Mitarbeiter sind an der Stolberger Straße tätig; insgesamt beschäftigt das ständig expandierende Unternehmen in Eschweiler und Stolberg 1100 Mitarbeiter. Für Eschweiler heißt das: West ist nach dem St.-Antonius-Hospital inzwischen der zweitgrößte Arbeitgeber – und der größte Steuerzahler.

So freute es Bürgermeister Rudi Bertram am Donnerstag besonders, dass er es war, der vor Dutzenden von West-Mitarbeitern und zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland mit einer goldenen Schere das Band zur Eröffnung des neuen Campus-Komplexes durchschneiden durfte. Bertram, dem Lennartz eine sehr gute, partnerschaftliche Zusammenarbeit bescheinigte, zeigte sich von dem Gebäude in jeder Hinsicht beeindruckt. „West macht den Standort Eschweiler auch für andere Unternehmen interessant. Ich hoffe, dass viele, die sehen, was hier möglich ist, nachziehen.“

Ein dickes Lob für das, was hier am Kiefernweg entstanden ist, kam auch vom eigens aus den USA angereisten West-Vizepräsidenten Eric Resnick, der zudem Wests weltweiter Entwicklungsvorstand ist: „Als das neu gegründete globale Technologie- und Entwicklungsteam vor etlichen Monaten sein erstes Treffen hatte, geschah dies hier in Aachen. Damals wurde unter Initiative von Heino Lennartz die Idee zu diesem weltweiten Kompetenzzentrum geboren. Ich muss sagen, Heino und die Architekten haben großartige Arbeit geleistet!“ Die Architekten, das sind Horst Goldermann und Willi Lehnen von der Eschweiler Firma APB. Bauherr des Komplexes ist Peter Schmelter von der Würselener Firma Valeres Industriebau, die die Gebäude an West verleast.

Kreativ und kollegial

Gebäude mit freundlichen, großzügig verglasten Büros, einer attraktiven Kantine und Rückzugs- und Besprechungsräumen, die nicht nur vertrauliche Gespräche ermöglichen, sondern über interaktive Großbildschirme auch das gleichzeitige Arbeiten von und mit Kollegen aus den verschiedensten Ländern zum digitalen Vergnügen machen.

„Dieses Zentrum soll eine neue zweite Heimat für unsere Mitarbeiter werden, die hier kreativ und kollegial miteinander tätig werden können“, unterstreicht Lennartz den Anspruch des „etwas anderen“ Arbeitens am Kiefernweg, das Mitarbeiter und Abteilungen zusammenführt, die bisher an verschiedenen Standorten untergebracht waren. Der neue Campus bietet zudem Raum für Erweiterungen, wie sie bei dem stetigen Wachstum des Unternehmens durchaus wahrscheinlich sind. Nicht nur hier schafft Freiraum Zukunftssicherheit: Auch an der Stolberger Straße, gegenüber dem Werk auf der anderen Seite der Inde, verfügt West noch über große Erweiterungsflächen.

Dort sollte ursprünglich mit dem „Riverside-Projekt“ am Inde-Ufer die neue Europazentrale entstehen. Jetzt hat man am Kiefernweg die bessere Lösung gefunden, die den Mitarbeitern ein Überqueren der vielbefahrenen Stolberger Straße erspart.

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