Radarfallen Blitzen Freisteller

Wenn im Schlaf die Luft wegbleibt

Letzte Aktualisierung:
schlafapnoe2_
Die Maske ist nicht schön, aber sie hilft. Und so wird sie angelegt, demonstrieren Chefarzt Professor Dr. Jean Hahn (links) und der Leiter der Selbsthilfegruppe in Eschweiler, Peter Heck. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. „Autofahrer rast ungebremst in den Gegenverkehr” - bei Unfallmeldungen dieser Art schrickt Professor Dr. Jean Hahn zusammen.

„Geschätzt 25 Prozent aller ungeklärten Unfälle”, sagt der Chefarzt aus Mönchengladbach, „gehen auf Schlafapnoe zurück.” Sich ständig müde zu fühlen und nachts zu schnarchen kann doch keine Krankheit sein!?

Für die rund 40 Gäste am Donnerstag im Saal des Talbahnhofs war es keine Frage, dass es um eine Krankheit geht. Eingeladen hatte die „Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand e.V.” für den Raum Aachen/Düren.

Professor Jean Hahn, Chefarzt der Neurologie und des Zentrums für Schlafmedizin am Maria-Hilf-Krankenhaus in Mönchengladbach, berichtete, was Schlafapnoe ist, wie sie entsteht und wie man sie behandeln kann.

Wer tagsüber ständig müde ist und nachts schnarcht, sollte auf Warnzeichen achten, riet Professor Hahn. Warnzeichen, das sind zum Beispiel Alpträume, nächtliches Schwitzen, häufige Toilettengänge, ständige Gereiztheit, Sekundenschlaf, sexuelle Störungen, Kopfschmerzen am Morgen.

Wichtig sei für Apnoe-Patienten, ihre Risikofaktoren zu vermindern. Solche Risiken sind zum Beispiel starkes Übergewicht, Rauchen und Alkohol, üppiges Essen am Abend, Diabetes Typ II, aber auch Schichtarbeit.

Behandlungsmethoden gibt es viele, bis hin zu operativen Eingriffen. „Das einzige, was wirklich hilft, ist das CPAP-Gerät.” Bei der CPAP-Therapie (und der daraus weiter entwickelten BIPAP-Therapie) wird dem Patienten die Atemluft per Schlauch und Maske mit leichtem Überdruck zugeführt. Man schläft also mit einer Kunststoffmaske auf dem Gesicht.

Selbsthilfegruppe trifft sich in Eschweiler

Die „Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand e.V.” für den Raum Aachen/Düren trifft sich an jedem ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr in Eschweiler. Treffpunkt ist das Gesundheitsamt, Steinstraße 87, Raum 35.

Geleitet wird die Selbsthilfegruppe derzeit kommissarisch von Peter Heck, telefonisch zu erreichen unter 02403/21776. Die Essener Selbsthilfegruppe dieses Vereins war die erste bundesweit und ist der hiesigen Gruppe freundschaftlich verbunden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert