Eschweiler - Wenn der Winter Heizungen kalt erwischt

Wenn der Winter Heizungen kalt erwischt

Von: Andreas Bongartz
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Schnee und Eis so weit das Auge reicht, und ausgerechnet dann gibt die Heizung ihren Geist auf: Die ersten beiden Kindergartentage mussten im Städtischen Kindergarten an der Quellstraße diese Woche aufgrund der defekten Heizung ausfallen. Foto: Andreas Bongartz

Eschweiler. Der Winter hat den Städtischen Kindergarten an der Quellstraße kalt erwischt: Als dort am Montag wieder der Betrieb nach der Winterpause aufgenommen wurde, erwartete die Betreuerinnen eine unangenehme Überraschung. „Es war eisig kalt”, erinnert sich Monika Gier, die stellvertretende Leiterin der Einrichtung.

Die Heizung hatte ihren Geist aufgegeben, Grund war ein Stromausfall am 1. Januar, wie den Betreuerinnen angezeigt wurde. Und die Heizung nahm an diesem ersten Kindergartentag im neuen Jahr nur widerwillig ihren Dienst auf.

„Nach zwei Stunden waren es immer noch nur zwei Grad”, berichtet Monika Gier. Da war klar: Dieser frostige Montag wird nicht der erste Kindergartentag. „Wir haben sofort die Eltern informiert und ihnen geraten die Kinder nach Möglichkeit noch zu Hause zu behalten.”

Eine Prozedur, die sich am Dienstag wiederholen sollte, denn entgegen allen Erwartungen war es in den Räumen der Kindertagesstätte weiterhin bitterlich kalt. Eine Inspektion der Heizungsanlage brachte die Erkenntnis: Der Brenner hatte das Zeitliche gesegnet, die Reparatur sollte bis Donnerstag dauern.

„Wir haben dann dafür gesorgt, dass die Kinder in Notgruppen am Hastenrather Weg und in der Weierstraße untergebracht werden konnten”, so Monika Gier, die selber im Hastenrather Weg ausgeholfen hat. „Das wichtigste war, dass wir die Kinder unterbringen konnten.”

Dennoch gab es Beschwerden von einigen Eltern, Monika Gier wiegelt ab: „Was sollen wir machen? wir können nicht sagen, bringen sie ihre Kinder, wenn wir hier im Kindergarten Null Grad haben.”

Notdüftig mit Heizöfchen

Am Donnerstag wurde dann der Betrieb im Kindergarten wieder aufgenommen, zunächst noch notdürftig mit Heizöfchen, am Freitag lief die Heizung dann wieder normal.

„Jetzt sind Ferien gewesen, da kann es schon mal vorkommen, dass es beim Anfahren der Heizungen technische Probleme gibt”, meint Stefan Käfer, Pressesprecher bei der Stadt Eschweiler. Dass es aber jetzt aufgrund der Kälte besondere Probleme gebe, sei ihm nicht bekannt. Unter den städtischen Einrichtungen sei der Kindergarten an der Quellstraße die einzige, bei der es Probleme gab, versichert Käfer.

Nun, Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel und diese Ausnahme scheint momentan landauf, landab an der Tagesordnung zu sein, denn bei Eschweiler Heizungsund Sanitärinstallateuren herrscht zurzeit Hochbetrieb: „Zu sagen, dass viel zu tun ist, ist noch gelinde ausgedrückt”, meint etwa Silke Börner vom Sanitär- und Heizungsunternehmen Börner GmbH & Co KG. Und auch bei der Zimmermann Haustechnik GmbH & Co. KG werden momentan Notdienste am laufenden Band gefahren.

Silke Börner: „Unsere normale Kapazität liegt bei 15 bis 20 Aufträgen am Tag, im Moment ist es locker das Doppelte am Tag.” Da gerate das Unternehmen schon langsam an die Grenzen des Machbaren.

Die Hauptprobleme seien Heizungsstörungen und zugefrorene Rohre, die entweder schon geplatzt sind, oder platzen sobald sie auftauen. Allein am Freitagmorgen kamen bei der Eschweiler Firma vier Anrufe wegen Heizungsstörungen an und Silke Börner prophezeite: „Da kommen mit Sicherheit noch mehr.”

Heizungen sind im Dauerstress

Sie weiß, warum die Heizungen momentan reihum schlapp machen: „Die Heizungen sind jetzt im Dauerstress, wann hatten wir desletzt so kalte Temperaturen über so lange Zeit? Die Heizungen sind im Dauerbetrieb und gehen einfach kaputt.” Da könne man nicht viel machen, das passiere einfach bei solchen Temperaturen.

In der Regel Versicherungsfälle

Heizkörper sollten, damit sie nicht zufrieren, auf keinen Fall komplett abgedreht werden, sondern stets ein wenig temperiert werden. Um Rohre vorm Zufrieren zu schützen, gebe es die Möglichkeit sogenannte Rohrbegleitheizungen zu installieren, dies sei aber letztendlich auch eine Kostenfrage.

Eine gute Nachricht hat Silke Börner aber dennoch: „In der Regel handelt es sich bei Heizungsschäden und Rohrbrüchen um Versicherungsfälle, die Versicherung kommt für so was normalerweise auf.”
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