Eschweiler - Wenn bis zu 40 Prozent der teuren Heizenergie verpuffen

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Wenn bis zu 40 Prozent der teuren Heizenergie verpuffen

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Welche Heizung ist für mich die richtige? Ein Info-Abend im Rathaus gibt einen Überblick. Foto: Fachzeitschrift Gebäude-Energieberater

Eschweiler. Zu dieser Jahreszeit ist jeder froh über eine gut funktionierende Heizung; wenn später die Heizkostenabrechnung auf dem Tisch liegt, ist dies oft weniger erfreulich. Eine Möglichkeit, die Heizkosten zu verringern, ist die Modernisierung des Heizkessels.

Ist der Heizkessel älter als 15-20 Jahre, kann sich ein Austausch gegen ein modernes Heizsystem lohnen. Bei älteren Modellen wird mit dem heißen Abgas viel Energie durch den Schornstein abgeführt. Zusätzlich gibt es Wärmeverluste über ungedämmte Kesselwände und Rohre und veraltete Regeltechnik. So können bis zu 40 Prozent der teuren Heizenergie ungenutzt bleiben. Ähnliches gilt für ältere Warmwassererzeuger und –speicher.

Im Altbau sollte zunächst der Dämmstandard des Gebäudes analysiert und möglichst verbessert werden. Je weniger Heizenergie durch gut gedämmte Dächer, Decken oder Außenwände bzw. moderne Fenster verloren geht, desto weniger muss die Heizung leisten. Anschließend stellt sich die Frage nach dem optimalen Heizsystem. Bei Gas- oder Ölheizungen sind Brennwertkessel seit vielen Jahren Stand der Technik.

„Energiewende“ im eigenen Keller? Das ist auch bei älteren Gebäuden möglich. Thermische Solaranlagen lassen sich mit nahezu jeder modernen Heiztechnik kombinieren. Im Sommer übernehmen sie vollständig die Warmwasser-Bereitung, im Winter unterstützen sie die Heizung.

Eine weitere ökologische Alternative ist das Heizen mit Holzpellets, die aus Holzabfällen hergestellt werden. Holzpelletkessel gibt es als vollautomatische Zentralheizungen, die effektiv und sauber arbeiten. Ganz spezielle Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb benötigt eine Wärmepumpe, die die Wärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Umgebungsluft nutzt. Auch ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das Strom produziert und die Abwärme zum Heizen nutzt, ist nicht für jedes Gebäude geeignet.

Bei der Suche nach dem richtigen Heizsystem gibt es keine allgemein gültigen Aussagen. Einen ersten Überblick gibt der Infoabend im Rathaus am Donnerstag, 21. Februar. Beginn ist um 18 Uhr in Raum 7. Nach dem Vortrag von Dipl.-Ing. Gerhard Weiß von der Verbraucherzentrale Alsdorf können individuelle Fragen beantwortet werden. Unterstützt werden altbau plus und Verbraucherzentrale dabei durch regionale Handwerksbetriebe und Architekten, die der besonders für die Altbausanierung qualifizierten Gruppe der Energieeffizienz-Fachbetriebe und Energieeffizienz-Planer angehören. So können auch besondere technische Probleme angesprochen und direkte Kontakte hergestellt werden. Anmeldung zum Vortrag (erwünscht) und alle Infos unter Tel. 0241 / 413 888 0 und unter info@altbauplus.de.

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