Weihnachten und Klamauk auf der Bühne der Delio-Arena

Von: se
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Mal komisch, mal besinnlich: Helmut Schröders als singender Wirt, Hedwig Sieberichs als Engel Hettwich und Alfred Wings als D‘r Lange. Foto: Essers

Eschweiler-Röthgen. Für die vielen Gäste in der Delio-Arena und für die drei Akteure auf der Bühne war dieser Abend vor allem eins: ein himmlisches Vergnügen. Der beliebte Eschweiler Redner Alfred Wings, der die Bühnen in der Session als D‘r Lange unsicher macht, hatte am Mittwochabend im Haus Flatten, das von ihm auch liebevoll als „der Gürzenich von Eschweiler“ bezeichnet wurde, ein Heimspiel.

Gemeinsam mit seinen Redner-Kollegen Hedwig Sieberichs, die aus dem Kreis Viersen stammt und als Engel Hettwich bekannt ist, sowie Helmut Schröders aus Heinsberg, der als Der singende Wirt die Bühne entert, präsentierte er dem Publikum einen besinnlichen Comedy-Abend vom Feinsten.

Ein verwahrloster Indestädter

Wer sich die Frage stellte, ob Weihnachten und Klamauk überhaupt zusammenpassen, der wurde bereits nach wenigen Minuten eines Besseren belehrt. Während Der Singende Wirt das Publikum in einem Lied darüber aufklärte, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes nicht von Rentieren, sondern von Kühen gezogen wird, berichtete Engel Hettwich in ihrer Sendung „Engel-TV“ von einem 33-jährigen verwahrlosten Inde-städter, den Kriminalhauptkommissar Alfred W. aus E. fast verdurstet und halb verhungert in seiner Wohnung fand. Nur Müsli und Milchprodukte hatte man ihm da gelassen. „Der Ärmste hat nur noch 90 Kilo gewogen“, verkündete Hettwich. Um ihn von seinem Leiden zu befreien, wurde er also erst einmal mit Korn aufgepäppelt.

Doch nicht nur die Gegenwart stand an diesem Abend im Mittelpunkt. Die Akteure erinnerten das Publikum auch an die Vergangenheit und weckten so bei dem einen oder anderen Kindheitserinnerungen.

Das gelang Helmut Schröders mit seinem Lied über den Weihnachtsmann, der jedes Jahr genauso aussah wie der Vater, genauso wie Alfred Wings. Der Inde-städter begeisterte die Gäste in der ausverkauften Delio-Arena besonders mit seiner Geschichte über das vorweihnachtliche Bad. Nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern, Großeltern und Hund Willi badeten in der Bütt. Am Ende habe diese ausgesehen wie eine Jauchegrube, stellte Wings fest und das Publikum stimmte ihm mit lang anhaltendem Applaus zu.

Für Lachtränen sorgte auch Engel Hettwich mit der Weihnachtsgeschichte des kleinen Sebastians, der die Krippe der Eltern um einige Figuren ergänzt hatte. Zu Maria, einem verkohlten Jesus-Kind, Esel und Ochsen gesellten sich Donald Duck, ein Nilpferd, ein Dinosaurier, Batman und Rotkäppchen.

Nach der Pause ging es musikalisch weiter. Die drei Akteure unternahmen mit dem Publikum einen Ausflug zum Weihnachtsmarkt, Aufstehen und auf der Stelle marschieren inklusive. Besonders viele Lacher erzeugte Der Singende Wirt dann mit der Geschichte, die von seiner Suche nach einem passenden Geschenk für seine Frau handelte. Verschenkte er zum vorigen Weihnachtsfest noch ein kleines Hündchen, so sollte es in diesem Jahr Unterwäsche sein. Doch das Angebot der Verkäuferin begeisterte ihn nicht wirklich. Schließlich habe der „Schlip“ ausgesehen wie eine „Kirschkernschleuder“.

Gedichte zum Nachdenken

Wings punktete bei den Gästen mit seiner Geschichte über den Einkauf eines Weihnachtsbaumes. Für die ersten 20 Kunden kostete dieser nur 5,95 Euro. Ein Einsatzplan für die Familie wurde ausgearbeitet und um 6 Uhr am Morgen machte man sich auf den Weg. Dumm nur, dass der Lastwagen im Schnee feststeckte und die Bäume nicht ausgeliefert werden konnten.

An diesem Abend gab es jedoch nicht nur Lustiges, sondern auch Geschichten und Gedichte zum Nachdenken. Engel Hettwich trug den Gästen ihr schönstes Weihnachtsgeschenk vor: Ein Gedicht, in dem es darum geht, den Menschen, die einem wichtig sind, öfter zu sagen, wie viel sie einem bedeuten.

Zum Abschluss des Abends trugen Sieberichs, Schröders und Wings das besinnliche Gedicht „Glück“ vor. „Glück hat immer der gefunden, der sich seines Lebens freut“, sagten die Akteure, die dann gemeinsam mit dem Publikum das Lied „Süß singt der Engelchor“ sangen und so den Abend unter lang anhaltendem Applaus beendeten.

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