Weihnachten im Caritas-Werk: Applaus nach Fürbitten? Warum nicht!

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Pfarrer Dr. Andreas Frick kam nach dem Gottesdienst in der Kirche St. Michael ins Caritas-Werk, um dort mit den Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung einen Gottesdienst zu feiern. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Petra Uthe hatte sich seit Tagen auf die Feier gefreut. Und damit stand sie keinesfalls alleine da. Kein Wunder: Die Weihnachtsfeier im Caritas-Behindertenwerk an der Aachener Straße ist immer etwas besonderes.

Traditionell begann die Feier mit einer Messer in der Kirche St. Michael. Nicht alle der 260 Beschäftigten konnten daran teilnehmen. Und so kam Pfarrer Dr. Andreas Frick im Anschluss in das Werk, um mit den Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung einen Gottesdienst zu feiern. Die Gottesdienste werden stets von den Beschäftigten gestaltet. Seit Anfang Oktober war geübt worden. Herausgekommen ist eine schöne Feier mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Applaus nach Fürbitten etwa sind eben eine ganz neue Erfahrung. Auf die Frage, ob sie auch beim Gottesdienst gewesen sei, antwortet Petra Uthe mit einem langgezogenen „Jaaaaa.“ Weitere Worte waren überflüssig. Das Strahlen in ihren Augen verriet, wie gut es ihr gefallen hat.

Ein Aspekt des Gottesdienstes war der Umzug vieler Mitarbeiter. Es ist noch gar nicht lange her, da waren 360 Beschäftigte in Eschweiler tätig. Nach der Eröffnung des Werks in Würselen vor rund fünf Wochen sind jedoch 100 Beschäftigte dorthin umgezogen. Die Caritas habe das Ziel, wohnortnah Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, erklärte Fredi Gärtner, Leitung sozialer Dienst. Für viele Beschäftigte ist es nun ein großer Vorteil, nicht mehr bis nach Eschweiler fahren zu müssen. Auf der anderen Seite mussten sich die Beschäftigten von über viele Jahre liebgewonnenen Kollegen verabschieden. „Einige Beschäftigte kannten sich schon über 20 Jahre. Hier geht es viel um Beziehungen“, sagte Gärtner

 

Nach dem Gottesdienst gab es zunächst für alle Beschäftigten und die Mitarbeiter der Caritas ein gemeinsames Frühstück, bevor bis zum frühen Nachmittag in den einzelnen Arbeitsgruppen weiter gefeiert wurde.

Natürlich auch in der Gartengruppe von Petra Uthe. Die 44-Jährige ist seit 25 Jahren bei der Caritas beschäftigt. In der Gartengruppe ist sie eine von drei Frauen unter rund 40 Männern. Es ging lustig zu bei der abschließenden Feier. Ein kleines Quiz war vorbereitet, es gab Getränke und ein kleines Präsent für jeden. So in etwa laufen alle Feiern in den einzelnen Gruppen ab.

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