Eschweiler - Weiche für den Kreisverkehr noch nicht gestellt

Weiche für den Kreisverkehr noch nicht gestellt

Von: Patrick Nowicki
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Warten auf die Euregiobahn: Di
Warten auf die Euregiobahn: Die Schrankenschließzeiten stoßen manchem Kommunalpolitiker sauer auf. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Das Warten geht weiter. Nicht nur vor den Schranken der Euregiobahn, sondern auch auf den Kreisverkehr Röthgener Straße. In beiden Fällen haben Stadt und Kommunalpolitiker einen Schuldigen gefunden: die EVS (Euregio Verkehrsschienennetz GmbH).

In dieser Woche soll jedoch Bewegung die Sache kommen, denn es stehen Gespräche im Rathaus an. EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil warnt allerdings vor zu hohen Erwartungen: „Eine modernes, elektronisches Stellwerk garantiert keine kürzeren Schließzeiten an den Schranken.” Dass man zugesagt habe, Schließzeiten von maximal 108 Sekunden zu garantieren, will Fürpeil nicht bestätigen. Diese Zeit nennt die Eschweiler SPD in ihrem Schreiben, in dem sie die lange Wartezeit und die daraus resultierenden Staus an den Schranken in der Innenstadt moniert.

„Die Belastbarkeit der Eschweiler Bürger ist überstrapaziert und die Geduld der Eschweiler SPD mit dem heutigen Tage beendet”, gibt sich der Stadtverbandsvorsitzende Stefan Kämmerling forsch. Angeblich soll sich die EVS verweigern, modernere Technik auf der Strecke in Eschweiler einzusetzen.

Stadt und Städteregion zahlen

Nicht nur diese Frage soll jetzt geklärt werden. Auch der Kreisverkehr auf der Röthgener Straße steht auf der Tagesordnung. „Wir warten seit Monaten vergeblich auf Angaben von der EVS, damit wir endlich mit dem Bau beginnen können”, schüttelt der Technische Beigeordnete Hermann Gödde den Kopf. Dabei kostet der Kreisverkehr unmittelbar am Bahnübergang die EVS keinen Cent. Vor allem die Städteregion Aachen und die Stadt Eschweiler zahlen für den Umbau. Lösungen sollen nach dem Gespräch verkündet werden.

Güterverkehr in der Nacht

Vorab bittet der EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil für Verständnis, wenn von Mittwoch an bis zum 4. Dezember auch in der Nacht Güterzüge durch die Innenstadt fahren. Wegen der aufwändigen Arbeiten am Stolberger Bahnhof stehen weniger Gleise der Deutschen Bahn zur Verfügung, was den Güterverkehr beeinträchtigt. Da Unternehmen wie das Eschweiler ESW-Röhrenwerk und das Stolberger Unternehmen Berzelius auf Rohstofflieferungen per Bahn angewiesen sind, müssen Züge über die Trasse der Euregiobahn geleitet werden, was nur in der Nacht möglich ist. Zwischen 0 und 4 Uhr sollen zwei Züge durchgeschleust werden, kündigt Fürpeil an. Die Arbeiten an den Strecken könnten übrigens auch zu Verzögerungen bei den Schließzeiten führen.

Es gibt also reichlich Gesprächsstoff, wenn sich EVS und Verwaltung in dieser Woche treffen.
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