Eschweiler - Weiberfastnacht: Jüngster Patient erst 14 Jahre alt

Weiberfastnacht: Jüngster Patient erst 14 Jahre alt

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Zu viel Alkohol konsumiert: Si
Zu viel Alkohol konsumiert: Sieben Jugendliche wurden am Donnerstag mit dieser Diagnose ins Krankenhaus eingeliefert. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Das Einsatzkonzept der Feuerwehr und der Rettungsdienste für die „Weiberfastnacht” war auch in diesem Jahr erfolgreich. Dabei wird zum einem der reguläre Rettungsdienst der Feuerwehr Eschweiler durch drei zusätzliche Rettungsfahrzeuge der Hilfsorganisationen verstärkt, so dass insgesamt acht Rettungsfahrzeuge zur Verfügung stehen, die auch zeit-weise alle parallel im Einsatz sind.

Zum anderen werden im Bereich Marienstraße und Markt jeweils Unfallhilfsstellen errichtet, an denen verletzte Personen erstver-sorgt und untersucht werden können. So dass in aller Ruhe vor Ort entschieden werden kann, ob ein Transport ins Krankenhaus erfolgen muss oder nur eine ambulante Versorgung notwendig ist.

Die Hilfsorganisationen bildeten gemeinsam mit Polizei, Ordnungsamt, Security und Feuerwehr eine gemeinsame „Veranstaltungsleitung” für die karnevalistischen Veranstaltungen in der Marienstraße sowie am Markt. Dabei wird u.a. auf einen Einsatzleitwagen der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie den Abrollbehälter-Einsatzleitung und einen weiteren Einsatzleitwagen der Feuerwehr zurückgegriffen.

An den Unfallhilfsstellen wurden insgesamt 40 (Vorjahr 25) Hilfeleistungen verzeichnet, die zu 17 (Vorjahr 10) Transporten ins Krankenhaus führten.

Außerdem waren in den Bereichen Markt, City-Center, Marienstraße ständig Trupps der Sanitätsorganisationen unterwegs, um im Bedarfsfall sofort Maßnahmen zu ergreifen. Die Unfallhilfsstelle am Markt wurde gegen 23 Uhr aufge-löst.

Insgesamt rückten die Rettungsfahrzeuge während der 24 Stunden zu 45 Einsätzen (Vorjahr 51) aus, wovon mindestens 23 Einsätze (Vorjahr 22) karnevalsbedingte Ursachen (Alkohol, Schlägerei) hatten. Jüngster „Karnevalspatient” aufgrund seines überhöhten Alkoholgenusses war ein 14-jähriger Junge; insgesamt mussten 7 Jugendliche (Vorjahr 7) unter 18 Jahren aufgrund dieser Diagnose ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Einsätze erreichten am späten Nachmittag einen Höhepunkt. Allerdings gingen sie dann bereits ab 20.30 Uhr sehr stark zurück, so dass in den Nachtstunden nur noch sehr wenige Rettungsdiensteinsätze zu verzeichnen waren.

Neben den Kollegen der Feuer- und Rettungswache (20 Kollegen) waren zusätzlich mehr als 30 Angehörige der Eschweiler Hilfsorganisationen im Einsatz.

Neben den zahlreichen rettungsdienstlichen Einsätzen hatte die Feuerwehr am Freitag noch einiges andere zu tun. So wurde um 8.59 Uhr ausströmendes Gas an der Mittelstraße gemeldet. Zu dem Einsatz rückten die Hauptwache sowie Polizei und EWV aus. Nach diversen Messungen konnte jedoch kein Gasaustritt festgestellt werden, lediglich eine Undichtigkeit in einer Wasserleitung wurde in einer Wohnung festgestellt, so dass der Einsatz gegen 10.30 Uhr beendet werden konnte.

Bereits um 9.35 Uhr wurde eine Ölspur auf mehreren Weisweiler Straßen gemeldet, die beseitigt werden musste. Zwischen 12.43 und 14.18 Uhr beschäftigte ein Rohrbruch in einer Garage an der Hüchelner Straße die Kräfte der Hauptwache. Um 13.45 Uhr alarmierte die Brandmeldeanlage eines Betriebes im IGP die Hauptwache sowie den Löschzug Weisweiler, weil es in einer Küche zu einem Kleinbrand gekommen war. Das Feuer war schnell gelöscht und nach einer Querlüftung der Verwaltungsräume konnte der Einsatz schon um 14.20 Uhr beendet werden.

Um 14.45 Uhr schrillten erneut die Alarmglocken für die Hauptwache und den Löschzug Dürwiß, weil es in einem Haus an der Weisweiler Straße zu einem Rohrbruch gekommen war. Dort war über einen längeren Zeitraum bereits das Wasser ausgetreten und hatte die Elektroverteilung erreicht, so dass diese zuerst von der EWV abgeschaltet werden musste, bevor der Keller mit Tauchpumpen bis 17.30 Uhr leer gepumpt werden konnte. Parallel zu diesem Einsatz war um 15.06 Uhr auch noch eine Ölverunreinigung auf der Lilienthalstraße zu beseitigen und um 16.45 Uhr ein Abfalleimer auf dem Markt zu löschen. Zum Schichtende - um 7.15 Uhr - mussten die Einsatzkräfte noch zu einer Ölspur auf der Reuleauxstraße ausrücken.

Im Vergleich zum letzten Jahr blieben die Transportzahlen annähernd konstant. Allerdings wurde viel friedlicher als in den vergangenen Jahren gefeiert, so dass nur wenige Verletzungen nach Schlägereien zu beklagen waren. Im Bereich der feuerwehrtechnischen Einsätze wurde ein deutlicher Anstieg verzeichnet. In diesem Jahr gab es erfreulicherweise keinerlei tätliche Übergriffe auf die einge-setzten Einsatzkräfte, und Verletzungen durch Glas traten gar nicht auf, so dass das Glasverbot als voller Erfolg bezeichnet werden kann.
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