Wege-Pflege: Damit es im Wald gut läuft

Von: Andreas Gabbert
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Unterstützung für die Försterin und ihr Team: Die Naturfreunde Eschweiler haben in einer spontanen Aktion die Brüstungen am „Ewisch Pädsche” erneuert. Foto: Sabine Bergs

Eschweiler. Naturfreunde, Sportler und Erholungsuchende wissen die Wanderwege rund um die Indestadt zu schätzen. Der eine nutzt die Wege durch Wald und Flur gerne, um seinen Hund auszuführen. Der andere sieht sie als ideale Trainigsstrecke, und wieder andere wollen einfach nur die Waldluft genießen und dem Alltag entfliehen. Dafür steht den Erholungsuchenden ein umfangreiches Wegenetz zur Verfügung.

Doch welcher Aufwand betrieben wird, um die Wege in Schuss zu halten, wissen die Wenigsten. Für das Jahr 2010 hat die Stadt 11.800 Euro für den Wegebau eingeplant. Die Planungen beinhalten die Instandsetzung von Deckschichten auf den Wegen und die Beseitigung von Schlaglöchern auf den Parkplätzen. Zusätzlich müssten die durch den Abtransport des Sturmholzes entstandenen Schäden beseitigt werden, heißt es im Wirtschaftsplan für den Bereich des Stadtwaldes.

Im Stadtwald ist Försterin Susanne Gohde mit ihrem Team für die Instandhaltung der Wege verantwortlich. Am Blausteinsee ist es die Blausteinsee GmbH. Hinzu kommen einige Feldwege, die von den Landwirten in Ordnung gehalten werden. Für die Beschilderung der Wege sorgt der Eifelverein. Dazu gehört neben dem Anbringen der Hinweisschilder auch die Auffrischung derselben. In regelmäßigen Abständen müssen die Schilder freigeschnitten, Äste und Unkraut entfernt werden. Darum kümmern sich die Wegewarte des Eifelvereins.

Einer von ihnen ist Gerd Döring, gleichzeitig Geschäftsführer der Ortsgruppe Eschweiler. Seine Ortsgruppe ist allein für rund 100 Kilometer Wanderwege zuständig. Döring kümmert sich um ein Drittel des sogenannten Wanderweges Nummer 1. Dieser ist rund 23 Kilometer lang und führt einmal rund um Eschweiler.

Im Frühjahr und im Herbst ist Göring zwei bis drei Halbtage mit dem Fahrrad auf seinem Abschnitt unterwegs, um nach dem Rechten zu sehen und gegebenenfalls Hand anzulegen. „An anderen Stellen mag der Aufwand etwas größer oder kleiner sein”, erklärt Döring.

Daneben gibt es immer wieder einige Freiwillige, die ihre Unterstützung anbieten. So wie zuletzt die Naturfreunde Eschweiler, die mit einigen Vertretern des SPD Ortsverbandes West spontan fünf Brüstungen an den Gefahrenstellen des „Ewisch Pädsche” erneuert haben.

Die drei Wanderleiter und die Nordic-Walking-Gruppe des Vereins sind öfter im Stadtwald unterwegs und berichten dann von Dingen, die ihnen ins Auge gefallen sind. So war es auch im Fall der Brüstungen. Mitglieder hatten die Notwendigkeit erkannt und Försterin Susanne Gohde Hilfe angeboten.

„Wir sind auch bereit, an anderer Stelle aktiv zu werden”, sagt der Vorsitzende Leo Gehlen. Allerdings nicht kontinuierlich, sondern bei einzelnen Projekten. Großen Sanierungsbedarf hat Gehlen nicht entdeckt: „Die Wege im Stadtwald sind ok, sie könnten für meinen Geschmack zwar etwas schmaler sein, aber man muss ja auch an die Interessen der Forstwirtschaft denken.”

Der gute Ausbau der Wege gefällt Döring besonders gut. Die Wege seien in einem exzellenten Zustand. Dafür gebühre der Försterin und ihrem Team ein großes Lob. Auf die Försterin ist er ohnehin gut zu sprechen. „Bei der Holzernte achtet sie auch auf unsere Zeichen und lässt deshalb auch schon mal einen halben Baum stehen.”
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