Weg mit dem Müll: Bürger räumen auf!

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
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Dass Eschweilers Gehwege so aussehen, ist der Facebook-Gruppe um Brigitte AverdungHäfner ein Dorn im Auge. Jetzt ruft sie zum Aktionstag am Donnerstag nächster Woche auf.

Eschweiler. Begonnen hat alles damit, dass sie den Müll rund um den Blausteinsee nicht mehr sehen konnte. Und das auch kundtat: im Internet, genauer gesagt: im Facebook-Netzwerk. Die Reaktion auf Brigitte Averdung-Häfners Initiative war riesig. So groß, dass aus der Gruppe derer, die hier ihre Meinung veröffentlichen, eine feste Gruppe wurde: die „Sensibilisierungs - und Aufräumtruppe Blau-steinsee und Umgebung“.

Und die hat inzwischen 89 Mitglieder. Mitglieder, die nicht nur lamentieren, sondern auch immer wieder kräftig anpacken. Zahlreiche Säuberungsaktion nicht nur am See, sondern auch in der Stadt kann sich die Gruppe mit dem sperrigen Namen inzwischen auf ihre Fahnen schreiben.

Jetzt starten Brigitte Averdung-Häfner und ihre Mitstreiter ihre bisher größte Aktion: Zu Ostern soll Eschweiler blitzsauber sein – und dazu soll der „Frühjahrsputz“ am Gründonnerstag beitragen. An diesem Tag soll jeder, der auch nur ein halbes Stündchen Zeit hat, mit anpacken und für Sauberkeit sorgen. Überall in der Stadt: Wer nicht die Zeit hat, sich einer „Reinigungskolonne“ anzuschließen, der soll eben den Gehweg vor der eigenen Haustür fegen.

Brigitte Averdung klemmte sich ans Telefon und an den Rechner, informierte die Stadt, die Parteien und einige Institutionen über ihr Vorhaben. „Die Resonanz und das Interesse, beim Aktionstag mitzumachen, sind sehr groß“, berichtet die Otganisatorin. „Das freut unsere Gruppe riesig – für unser Eschweiler!“

Ihre Teilnahme und Unterstützung haben bisher zugesagt: Bürgermeister Rudi Bertram, die Wirtschaftsbetriebe Eschweiler (WBE), der Wasserverband, Abfallwirtschaft Aachen (AWA), alle Ratsfraktionen (bis auf die Linke), das Karnevalskomitee der Stadt Eschweiler und das Haus St. Josef für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Willkommen ist darüber hinaus natürlich jeder, der seinen Beitrag leisten möchte, die Inde-stadt ein Stück liebens- und lebenswerter zu machen

Treffpunkt für alle Mitmacher am Donnerstag kommender Woche ist ab 11 Uhr an allen katholischen Kirchen sowie an der Uferstraße.

Mitarbeiter der AWA Entsorgung-GmbH verteilen an den Treffpunkten zwischen 11 Uhr und 11.30 Uhr Müllsäcke und Handschuhe, Teams des Wasserverbands sagten am Dienstag zu, das Indebett zwischen Bushof und Bergrather Brücke von allem Unrat zu befreien.

Mitarbeiter der WBE holen den gesammelten Müll ganztags an folgenden Sammelstellen ab:

Stadtmitte, Vorplatz Talbahnhof, Stadtmitte, Peter-Paul-Straße/ Ecke Englerthsgärten gegenüber der Glascontainer auf der Wiese, Eschweiler-Ost, An Wardenslinde Ecke Gartenstraße am Glascontainer, Röthgen, Bourscheidtstraße Ecke Burgstraße am Glascontainer, Bergrath, am Friedhof, Hastenrath, Eifelstraße Ecke Bohler Straße am Glascontainer, Nothberg, Cäcilienstr Ecke Nothberger Platz am Glascontainer, Hücheln, Weißer Weg Ecke Höhenweg am Glascontainer, Weisweiler, Lindenallee Zufahrt Euregio-Bahnhof, Dürwiß, Zufahrt Friedhof, Neu Lohn, Rosenstr.aße Parkplatz Sportplatz am Glascontainer, Hehlrath, Velauer Straße am Bolzplatz, Kinzweiler, Kalvarienbergstraße am Glascontainer, Röhe, Aachener Straße vor Friedhof, St. Jöris, Neusener Str.aße am Glascontainer, Pumpe, Wilhelminenstraße Parkplatz Stadtwald, Waldsiedlung, Alte Rodung Ecke Am Ginsterbusch am Glascontainer

Brigitte Averdung-Häfner hofft nun noch darauf, dass die EWV sich bereiterklärt, die häufig grausig aussehenden Stromverteilerkästen im Stadtgebiet zu reinigen. Und dass möglichst viele Privatleute wie auch ganze Vereine sich beteiligen.

„Es geht uns darum, das Bewusstsein zu schaffen, dass viel erreicht werden kann, wenn jeder Einzelne mit anpackt“, sagt sie. „Gelebte Gemeinschaft“ heißt das Motto: „Jeder Eschweiler Bürger soll aktiv werden, also auch ,vor der eigenen Tür‘ kehren. Auch wenn jeder Einzelne nur ein bisschen tut, ist das schon mehr als nichts. Und wenn ganz viele eine bisschen tun, dann macht das unterm Strich eine Menge.“

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