Eschweiler - WBE: Schönmackers vollzieht Rolle rückwärts und zahlt

WBE: Schönmackers vollzieht Rolle rückwärts und zahlt

Von: Patrick Nowicki
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Eschweiler. Seit Jahreswechsel sind die Verträge in trockenen Tüchern: Die Wirtschaftsbetriebe Eschweiler GmbH (WBE) ist nun wieder eine hundertprozentige Tochter der Stadt Eschweiler. Der mit 49 Prozent beteiligte Partner Schönmackers Umweltdienste GmbH gab nicht nur seine Anteile zum 1. Januar zurück, sondern zahlte zudem einen Millionenbetrag an die Stadt.

Der Vertrag zwischen den beiden Partnern war im Jahr 2002 in Kraft getreten und sollte ursprünglich bis zum Jahr 2021 laufen.

Für die 70 Mitarbeiter der WBE soll sich zunächst nichts ändern. Dies betont der nun alleinige Geschäftsführer Manfred Knollmann. Die Stellen sollen in einem ersten Schritt bewertet werden, anschließend will man über Änderungen nachdenken. Auch Kooperationen mit Nachbarkommunen sind denkbar, aber noch „Zukunftsmusik“.

Die WBE schrieben vor Jahren noch tiefrote Zahlen. Im Schnitt etwa eine Million Euro. Im Vertrag mit Schönmackers wurde zugesichert, dass das Umweltunternehmen das Defizit abdeckt. Die Bilanz der WBE hat sich jedoch in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. „Zuletzt stand dort ein Minus von 130000 Euro, wir haben aber auch schon ein Plus erzielt“, berichtet Knollmann.

Sowohl die Stadtverwaltung, als auch Schönmackers stellten fest, dass die Zweckehe auf Dauer keine Vorteile birgt. Schon vor Jahren wollte die Verwaltung die Anteile zurückerwerben – zeitweise war sogar eine Abstandszahlung im hohen Millionenbereich im Gespräch, um den Haushalt der Stadt auszugleichen. Jetzt einigte man sich auf einen Millionenbetrag, der in etwa dem erwarteten Minus aufgerechnet auf die Restlaufzeit entspricht.

Dies soll, darauf legt Knollmann Wert, mit dem Geld nun nicht passieren. „Wir werden eine Rückstellung bilden, um damit das eventuelle Minus der WBE abzudecken“, teilt er mit.

Das laufende Jahr betrachtet die Stadtverwaltung als Übergangsjahr, denn der bisherige weitere Geschäftsführer Heinz-Dieter Marx wird Knollmann noch in den nächsten Monaten bei der Leitung unterstützen. Auch die EDV und das Personalwesen müssen von Schönmackers zurückgeholt werden. Am Ende des Jahres solle dies alles geschehen sein, hofft Knollmann.

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