Eschweiler - Was kommt nach der Kohle?

Was kommt nach der Kohle?

Von: mic
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Der Indemann weist den Weg. Stephan Baldin, Vorstand der Aachener Stiftung Kathy Beys, stellte am Donnerstag im Ratssaal die vier Szenarien zum „Indeland 2050” vor. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. „Wenn die Region schlau ist, dann wird sie die Entwicklung nach der Braunkohle selbst in die Hand nehmen.” Dieser Satz entstammt einem von insgesamt 70 Interviews, die Grundlage für ein ungewöhnliches Experiment waren.

Die Aachener Stiftung Kathy Beys hat unter Mitarbeit vieler Beteiligter vier so genannte Szenarien entworfen, die fiktive, aber durchaus mögliche Entwicklungen im „Indeland” zwischen Eschweiler, Jülich und Düren bis zum Jahr 2050 aufzeigen und beschreiben. Der Vorstand der Stiftung, Stephan Baldin, stellte die Szenarien am Donnerstag im Ratssaal vor und bat zur Diskussion.

In nur etwa 20 Jahren wird die letzte Braunkohle aus dem Tagebau Inden II gefördert sein. Mit dem Ende der Kohleförderung kommt zwangsläufig auch das Aus für das Kraftwerk Weisweiler - zumindest als Kohlekraftwerk. Das Indeland muss sich also auf gewaltige Veränderungen einstellen. Nicht zuletzt geht es dabei auch um die Frage, wie neue Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Die vorgestellten Szenarien „Abendland”, „Förderland”, „Ellenbogenland” und „Neuland” wollen als Diskussionsgrundlage verstanden werden und sind keine Prognose, wie Stephan Baldin am Donnerstag mehrfach betonte.

Das Interesse an der Veranstaltung, die der Technische Beigeordnete Hermann Gödde moderierte, hielt sich in Grenzen. Gut zwei Dutzend Besucher - fast ausnahmslos Ratsmitglieder - waren gekommen, von denen einige anmerkten, die Szenarien seien zu düster gemalt.
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