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Waldschule spürt die Konkurrenz aus Stolberg

Von: Patrick Nowickiund René Benden
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Hat Konkurrenz aus Stolberg er
Hat Konkurrenz aus Stolberg erhalten: Die Gesamtschule Waldschule verzeichnet deutlich weniger Anmeldungen. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Die Schullandschaft an der Inde ist in Bewegung. So hinken die Gesamtschule Waldschule und das Städtische Gymnasium deutlich hinter den Vorjahreszahlen her. Im ersteren Fall hat das eine klare Ursache und war auch so vorhergesehen worden: In Stolberg öffnet zum neuen Schuljahr erstmals auch eine Gesamtschule ihre Pforten.

Dies macht sich auch in Eschweiler bemerkbar, denn im vergangenen Jahr hatten sich noch etwa 130 Schüler aus der Kupferstadt in der hiesigen Gesamtschule angemeldet. In diesem Jahr dürfte diese Zahl deutlich niedriger sein.

Beim Städtischen Gymnasium ist man hingegen von der Entwicklung überrascht. Zwar läuft der Anmeldezeitraum noch bis Ende nächster Woche, aber Schulleiter Dr. Friedhelm Mersch geht nicht mehr davon aus, dass sich an den aktuellen Zahlen etwas ändert. Die Prognosen sahen 128 Anmeldungen vor, in der aktuellen Realität sind es 87. Die fünfzügige Schule wird nun mit einer bilingualen Klasse und zwei 31er-Klassen in der 5. Jahrgangsstufe in das nächste Schuljahr gehen.

Während man am Gymnasium noch nach Ursachen forscht und dann Strategien entwickeln will, ist man an der Gesamtschule schon einen Schritt weiter. Da sich durch die neue Gesamtschule in Stolberg die Anmeldungen an der Waldschule für die Zukunft in jedem Jahr niedriger sind, beschlossen die Ratsparteien nun, die Schule komplett vierzügig anzubieten.

Dieser Beschluss soll eigentlich schon für das nächste Schuljahr gelten. Nach Informationen unserer Zeitung macht die Bezirksregierung diesem Vorhaben aber einen Strich durch die Rechnung. Da die Anmeldung für die Gesamtschule schon gelaufen ist, sei eine Änderung der Zügigkeit nicht mehr rechtens, soll die Begründung aus Köln lauten. Zudem rechnet die Behörde noch mit weiteren Schülern, die an der Stolberger Gesamtschule abgelehnt wurden.

In einem Bereich legt die Waldschule sogar zu: in der Oberstufe, der Sekundarstufe II. 47 externe Schüler wollen ihr Abitur an der Gesamtschule Waldschule ablegen und melden sich für das kommende Schuljahr dort an. Hintergrund ist die Einführung des G8, der Verkürzung der gymnasialen Schuljahre bis zum Abitur auf acht. Für die Gesamtschule gelten nach wie vor neun Regelschuljahre bis zur Abiturprüfung. Viele Eltern wollen ihren Kindern den erhöhten Leistungsdruck durch die verkürzte Schulzeit am Gymnasium ersparen und wählen den Weg über die Oberstufe der Gesamtschule. Die Schulkonferenz der Waldschule entschied schon im Oktober des vergangenen Jahres, eine Vierzügigkeit für die Sekundarstufe zwei zu beantragen.

Die Gesamtschule in Stolberg startet im neuen Schuljahr mit 120 Schülern. 168 Anmeldungen lagen vor. Ob in der Nachbarstadt auch eine neue Sekundarstufe eingerichtet wird, ist noch offen. Zwar liegt eine Genehmigung vor, allerdings reichen die Anmeldungen im Moment nicht aus.

Keinerlei Sorgen herrschen an der Realschule Patternhof, 127 neue Schüler sind dort für das kommende Schuljahr gemeldet. Dass die Hauptschule um ihren Ruf kämpft, unterstreichen die aktuellen Zahlen: Lediglich 17 Grundschüler wollen zum neuen Schuljahr in eine Hauptschule wechseln. Diese Summe wird sich in den nächsten Wochen erfahrungsgemäß erhöhen. Durch Schüler mit Hauptschulempfehlung, die an anderen Schulen wie die Gesamtschule nicht angenommen werden konnten.

Die Bischöfliche Liebfrauenschule steht in der Beliebtheitsskala hoch: 120 neue Pennäler kann man dort nach dem heutigen Stand im August zum Schulstart begrüßen.
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