Waldschule erinnert an Gründung vor 25 Jahren

Von: Sonja Essers
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Musik zum Jubiläum: Der Schulchor unter der Leitung von Daniela Bosenius begeisterte das Publikum mit einer Interpretation des Gesangsstücks „Elemente“. Foto: Sonja Essers
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Talkrunde mit den „Urgesteinen“ der Schule: Michael Siebert, Stephan Erdmann, Heinz Brockes und Marlene Rüland (von links).

Eschweiler. Füreinander und Miteinander – unter diesem Motto feierte die Gesamtschule Waldschule um Schulleiter Joachim Herzog am Freitag ihr 25-jähriges Bestehen. Die Gründung der Gesamtschule im Jahr 1988 war nicht einfach und stieß in der Indestadt auf viel Widerstand. Nur durch Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit konnte das Ziel, eine Schule für Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu schaffen, durchgesetzt werden.

Start mit 13 Lehrern

Viele Gäste und Gratulanten waren am Freitagabend in die Schule gekommen, um gemeinsam mit der Schulleitung, dem Lehrerkollegium, Schülern und Ehemaligen zu feiern. Auch im Programm, das durch musikalische Untermalungen, Sketche, Talkrunden, Videopräsentationen und Reden geprägt war, wurde das Motto „Füreinander und Miteinander“ deutlich. Besonders Konrektorin Marlene Rüland freute sich über die vielen Anwesenden. „Es ist schön, dass Sie alle gekommen sind, um mit uns den Geburtstag zu feiern“, meinte Rüland und fügte hinzu: „Wir sind die Jüngsten in der Eschweiler Schullandschaft, aber schon die Größten.“ Angefangen hatte man vor 25 Jahren mit 94 Schülern und 13 Lehrern. Heute sei die Waldschule eine Bereicherung in der Schullandschaft Eschweilers, da man eine Schule geschaffen habe, in der alle füreinander da seien, so Rüland.

Auch Bürgermeister Rudi Bertram machte in seiner Ansprache deutlich, dass die Gesamtschule zwar nicht mehr aus der Indestadt wegzudenken, der Weg dorthin jedoch nicht einfach gewesen sei. „Ich könnte ein ganzes Buch über diese Schule schreiben“, erklärte er den Gästen. Mittlerweile sei die Waldschule eine etablierte Schule, die dazu gehöre wie jede andere auch. Was die Indestadt bereits vor 25 Jahren erkannt habe, sei heute an der Tagesordnung. „Heute will fast jede Stadt eine Gesamtschule haben“, so Bertram. Gerade aus diesem Grund gehöre auch der tägliche Wettbewerb zum Schulleben dazu. „Für uns ist es wichtig, dass wir darin bestehen.“ Dies sei jedoch aufgrund qualifizierter Lehrer und einer Ausstattung, die von der Stadt als Träger mitfinanziert wird, möglich. „Das Miteinander und Füreinander wird an dieser Schule, unserer Waldschule gelebt“, schloss Bertram seine Rede.

Glückwünsche kamen auch von der Bezirksregierung. Schuldezernent Bernward Gilles merkte an: „Anstatt ein Vierteljahrhundert alt zu sein, ist diese Schule 25 Jahre jung.“ Integrieren statt Aussortieren stehe auf dem Programm der Waldschule, die dieses schon seit 25 Jahren erfolgreich umsetzt. Für ihre individuelle Förderung der Schüler erhielt die Gesamtschule vom Land Nordrhein Westfalen das gleichnamige Gütesiegel. Besonders Rüland hob Gilles in seiner Rede hervor. „Sie war von Anfang an dabei und hat mitgewirkt die Schule zu dem zu machen, was sie heute ist.“

In der anschließenden Talkrunde befragten Stephan Erdmann und Heinz Brockes die beiden „Urgesteine“ Marlene Rüland und Michael Siebert zu den Anfängen und der Entwicklung der Schule. Siebert, der ehemalige didaktische Leiter der Schule, erinnerte sich gerne zurück. „Es gab sehr schöne Momente für uns.“ Vor allem der Zusammenhalt im Lehrerkollegium sei damals wie heute noch immer etwas Besonderes. „Darauf sind wir stolz“, meinte er. Auch Rüland erinnerte sich an viele lustige Momente. „In den Schulkonferenzen ging es stundenlang um den Preis für die Brühwurst.“

Video und Musik

Auch das Rahmenprogramm an diesem Abend war etwas ganz Besonderes, und sowohl die Schüler als auch ihre Lehrer zeigten sich von ihrer besten Seite. Der Schulchor präsentierte das Gesangsstück „Elemente“ und erntete dafür viel Applaus. Auch die Videopräsentation in Zusammenarbeit mit den Künstlern Nicole Erbe und Ludwig Kuckartz war sehr beeindruckend. Bestens unterhalten wurden die Gäste auch von den beiden Moderatoren Stephan Erdmann und Heinz Brockes, die das Publikum in der Waldschule mit einer humorvollen Interpretation von Goethes Gedicht „Der Erlkönig“ begeisterten.

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