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Vorsitzende der Tafel legt Amt nieder und wird zur Ehrenvorsitzenden ernannt

Von: jlm
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Neue Ehrenvorsitzende der Tafel: Annliese Küpper (unten, Mitte). Links neben ihr ihre Nachfolgerin als Vorsitzende, Karin Schmaling. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. Für die Eschweiler Tafel war am Dienstag ein ganz besonderer Tag. Mit gemischten Gefühlen trafen sich die zahlreichen Mitglieder sowie der Vorstand zur 14. Mitgliederversammlung, stolz und froh über das bereits Erreichte, andererseits jedoch auch traurig. Anneliese Küpper, Gründungsmitglied der Eschweiler Tafel und seit 2001 erste Vorsitzende, hatte verkündet, ihr Amt niederzulegen.

Sie bedankte sich herzlich für den Einsatz der vielen Mitglieder und betonte, jede Hand, die helfe, sei wichtig. Ohne die großzügigen Spenden sowie die Hilfe und die tagtägliche Arbeit der vielen Mitglieder sei der Einsatz der Eschweiler Tafel so nicht möglich. Sie seien stets ein gutes Team gewesen, an guten Tagen und auch an den anderen.

Nach der Begrüßung und weiteren Formalitäten trug Horst Berretz schließlich den Geschäftsbericht für die Zeitspanne vom 29. Mai 2012 bis zum 10. September 2013 vor. So konnten bei der Weihnachtspaketaktion über 500 Kisten mittels Sachspenden gefüllt und bei der Sammelaktion „Schuhe für Kinder“ dank großzügiger Spenden 84 Paar Kinderschuhe gekauft und an bedürftige Kinder verteilt werden. Schüler der neunten und zehnten Jahrgangsstufe der Realschule Patternhof sammelten zusätzlich Spielzeug zugunsten sozial benachteiligter Kinder. In den Räumen der Donnerbergkaserne fand auch im letzten Jahr das traditionelle Adventsessen statt.

Ebenfalls wurde die Internetseite der Eschweiler Tafel neu gestaltet, um ihren Dienst für die Bevölkerung öffentlichkeitswirksamer zu machen und die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu erleichtern. Im Februar diesen Jahres wurde schließlich eine neue Aktion gestartet: das Projekt „Netzwerk gegen Kinderarmut“. Hintergrund war hier eine Statistik, laut der 2043 Kinder aus Hartz-IV-Familien Unterstützung brauchen.

Und auch im Jahr 2013 konnte sich die Tafel wieder auf zahlreiche Helfer verlassen, so unter anderem engagierte Schülerinnen und Schüler. Jugendliche der zehnten Jahrgangsstufe des Städtischen Gymnasiums sammelten eine Woche lang Sachspenden, die von Besuchern verschiedener Einkaufsmärkte in den Spendenkorb gelegt wurden. Circa 30 mit haltbaren Lebensmitteln gefüllte Wagen konnten anschließend verteilt werden.

Unter Leitung des Schulseelsorgers Frank Klinkenberg arbeiteten zusätzlich 36 Schüler der Liebfrauenschule zu zweit vormittags und nachmittags je zwei Stunden mit in den Räumen der Eschweiler Tafel. Im Juli 2013 fanden schließlich zwei Benefiz-Essen zugunsten der Eschweiler Tafel im Haus Lersch statt. Ihr Erlös kam der Kinderschuhaktion zugute.

Und dann stand schließlich nur noch eine Frage im Raum: Wer tritt in die großen Fußstapfen von Anneliese Küpper? Die Nachfolge stand jedoch schnell fest. Karin Schmaling, Gründungsmitglied und zuvor zweite Vorsitzende, übernimmt das Amt ihrer Vorgängerin. „Durch Anneliese ist die Tafel erst zu dem geworden, was sie heute ist“, erklärt sie gerührt.Zweiter Vorsitzende wurde Horst Berretz, Kassierer bleibt Wolfgang Seehafer, zum Schriftführer wurde Rafael Lamm gewählt, zu Beisitzern Waltraud Gessen, Ingeburg Beume und Udo Joussen, Kassenprüfer wurden Frank Beume und Bernhard Habermeyer.

Zum Schluss übernahm Schirmherrin Christine Zittel, ebenfalls Gründungsmitglied, das Wort: Eschweiler Tafel und Frau Küpper, das gehöre einfach zusammen, stellt sie klar. Die Tatsache, dass Frau Küpper den Vorsitz abgibt, konnte sie deshalb am Anfang auch nur schwer akzeptieren. Im Februar 2000 hatten sie voller Enthusiasmus die Eschweiler Tafel gegründet. Anneliese Küpper habe großartige Leistungen vollbracht, immer und überall um Verständnis und Unterstützung geworben, Schulen besucht, Einsatz mit Herz gezeigt und immer ein offenes Ohr für jeden Einzelnen gehabt. Eine große Verantwortung und auch Last habe dabei auf der Schultern der ersten Vorsitzenden gelegen. Sichtlich gerührt betonte sie zuletzt: „Frau Küpper hinterlässt ein gut bestelltes Haus.“

Bei so vielen lobenden Worten wunderte es dann niemanden mehr, dass Anneliese Küpper zu guter Letzt als Ehrenvorsitzende gewählt wurde.

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