Von Houston direkt in den Talbahnhof

Von: psi
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Gern gesehene Gäste bei „Blues meets Rock”: das texanische Trio „The Mighty Orq”. Foto: Paul Santosi

Eschweiler. Die Temperaturen dürften sich zurzeit stark ähneln: Gerade noch in Houston/Texas und ein paar Stunden später schon an der Inde. Das US-Bluesrock-Trio „The Mighty Orq” begann am Dienstagabend, frisch angereist, im Kulturzentrum Talbahnhof die „Back to Germany” Kurz-Tour durch die Republik.

Offensichtlich gehört das Herumfliegen in der Weltgeschichte für Joshua Davidson (Gesang, Gitarre), Matt Johnson (Schlagzeug, Gesang) und Westside Johnny (Bass) schon zum Tagesgeschäft, denn sonderlich übermüdet sahen die drei Herren nicht aus. Im Gegenteil: schon nach wenigen Takten zogen The Mighty Orq das Publikum mit einer satten Portion Southern Rock in ihren Bann. Southern Rock? Da geht bei dem meisten unwillkürlich die Uralt-Schublade mit ZZ Top und Lynyrd Skynyrd auf. Das heißt normalerweise geradlinige und hochgradig wiedererkennbare Riffs auf einem Klangteppich ohne grobe Kanten.

Aber man muss der Fairness halber sagen, dass dies bei The Mighty Orq nur bedingt zutrifft. Die Songs des Trios sind zwar durchaus radiotauglich, aber hin und wieder improvisieren die Drei einen Song-Anfang, beginnen ganz bedächtig mit angedeuteten Strukturen, bevor es dann auf ein kurzes Zeichen hin erst richtig abgeht. Sogar einen Hauch Reggae verpackt Songwriter Joshua Davidson alias „The Orq” in seinen Kompositionen. Das sorgt für wohltuende Abwechslung.

Die Band spielt seit mehreren Jahren in der gleichen Besetzung. Da weiß jeder, wo der Andere sich gerade in der Zeit befindet. Auch wenn im Trio eigentlich viel Platz für Solo-Ausflüge herrscht, nutzen die Jungs an den Saiteninstrumenten das nur selten. Der kompakte Gruppensound steht jederzeit im Vordergrund. Das Beste an the Mighty Orq ist allerdings die wunderbar soulige Stimme von „The Orq”. Die passt zum Bluesrock-Klassiker genauso wie zur Stevie-Wonder-Nummer. Das Publikum spendete für zwei Stunden beste Southern-Rock-Unterhaltung nachhaltigen Applaus.
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