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Vierbeiner legen sich mächtig ins Zeug

Von: Sonja Essers
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Harmonie unter Zwei- und Vierbeinern: Nicht nur Schäferhunde waren Sonntag auf dem Übungsplatz der Eschweiler Ortsgruppe in Bergrath herzlich willkommen. Foto: Sonja Essers
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Melanie Oelbracht führte am Sonntag durch das bunte Programm und erklärte den Besuchern anschaulich allerhand Wissenswertes rund um das Thema Hund. Foto: Sonja Essers

Eschweiler-Bergrath. Melanie Oelbracht ist eine richtige Hundenärrin. Zwei Schäferhunde und einen Jack-Russel-Terrier nennt die zertifizierte Zuchtwartin ihr Eigen. Natürlich durften ihre drei Lieblinge auch am Sonntag nicht fehlen, als sie den Tag der offenen Tür auf dem Übungsplatz in Bergrath besuchte.

Die Ortsgruppe Eschweiler des Vereins für deutsche Schäferhunde hatte eingeladen – und viele Hundefreunde waren dieser Einladung gefolgt. Anlass dafür war der Tag des Hundes, der am Sonntag in ganz Deutschland stattfand und vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) veranstaltet wurde. Auch in der Indestadt hatten sich die Verantwortlichen ein abwechslungsreiches Programm überlegt, das die zahlreichen Besucher begeistern sollte. Einen prominenten Botschafter für ihre Veranstaltung brauchte die Eschweiler Ortsgruppe jedoch keineswegs. Zahlreiche Hundefreunde hatten bereits am Morgen den Weg nach Bergrath gefunden und freuten sich auf die bevorstehenden Stunden, die gute Unterhaltung versprachen.

Die Mitglieder der Ortsgruppe standen ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung und erklärten den Besuchern viel Wissenswertes rund um das Thema Hunde und deren Erziehung. So wollte beispielsweise ein Gast wissen, ob sein zweijähriger Windhund für die Erziehung nicht bereits zu alt sei. „Keineswegs“, lautete die Antwort einer Besucherin, die erklärte: „Hunde können immer wieder dazulernen – das ist nicht so eingefahren, wie bei uns Menschen.“ Die Hundefreunde schauten sich an und lachten. Das Eis zwischen den Hundefreunden war schnell gebrochen und auch die Stimmung zwischen den Vierbeinern, die zahlreichen Rassen angehörten, war sehr harmonisch.

Schon beim Betreten der Anlage wurde deutlich: Hier sind alle Hunderassen und ihre Halter herzlich willkommen. Das bestätigte auch ein Blick auf den Übungsplatz: Windhunde, Rottweiler und Schäferhunde tollten gemeinsam auf dem Gelände herum. Es wurde kaum geknurrt und gebellt. Ein putziger Schäferhundwelpe, der gerade einmal zehn Wochen alt war, faszinierte nicht nur die kleinen Gäste, sondern entlockte auch dem ein oder anderern Erwachsenen Aussagen wie: „Der ist aber süß.“ An diesem Tag durfte schließlich nicht nur geschaut, sondern auch fleißig gestreichelt werden, und die Hundebesitzer tauschten sich über die verschiedenen Rassen und ihre Erfahrungen aus. Dabei spielte es keine große Rolle, ob man auf diesem Gebiet noch ein Anfänger oder bereits ein alter Hase war.

Für den ersten Vorsitzenden der Ortsgruppe, Heinz Josef Knörchen, war früh klar, dass dieser Tag ein voller Erfolg wird. Schließlich nahmen bereits an der Wanderung, die am Vormittag stattfand, zahlreiche Zwei- und Vierbeiner teil.

Bei schönstem Wetter marschierte die Hunde und ihre Besitzer rund zehn Kilometer durch den Eschweiler Stadtwald. „Wir waren gute zweieinhalb Stunden unterwegs“, sagte Knörchen, der jedem Teilnehmer im Vereinsheim nach der Rückkehr noch eine Urkunde überreichte. Nachdem sich Mensch und Tier dann mit verschiedenen Köstlichkeiten gestärkt hatten, ging das abwechslungsreiche Programm in die nächste Runde.

Bei Hunderennen und Hindernislauf konnten sich die Vierbeiner so richtig austoben. Währenddessen nutzten ihre Herrchen die Möglichkeit, sich über das richtige Futter aufklären zu lassen. Natürlich waren nicht nur zahlreiche Erwachsene, sondern auch Kinder anwesend. Auch an die Jüngsten hatten die Verantwortlichen an diesem Tag gedacht. Im Vereinsheim testeten sie ihr Wissen rund um die beliebten Haustiere. Wenn sie eine Frage nicht auf Anhieb beantworten konnten, dann wurde das ein oder andere Mal bei den Eltern nachgefragt. Für die Hundeprofis war schließlich kaum eine Frage zu schwer.

Natürlich durfte auch ein Erinnerungsfoto nicht fehlen. Wer noch keinen Schnappschuss mit und von seinem Liebling hatte, nahm die Dienste einer Tierfotografin in Anspruch und freute sich über eine tolle Erinnerung. Langweile kam da natürlich keineswegs auf.

Melanie Oelbracht hatte an diesem Tag eine ganz besondere Aufgabe. Sie führte durch das Programm, stellte den Besuchern die verschiedenen Hunderassen vor und erzählte ihnen allerhand Wissenswertes rund um den besten Freund des Menschen. Doch bevor es soweit war, gab es zunächst eine Vorführung mit verschiedenen Vierbeinern. Diese stand unter dem Motto „Vom Junghund bis zum großen Hund“, und es präsentierten sich Schäferhunde verschiedenen Alters, Geschlechts und Größe. „Wir möchten heute zeigen, wie wir im Verein ausbilden“, erklärte Oelbracht, deren Vierbeiner natürlich auch mit von der Partie waren.

Außerdem räumte sie an diesem Tag mit Vorurteilen, unter denen der Hundesport zu leiden hat, auf. „Mit den verschiedenen Übungen wollen wir zeigen, dass die Tiere bei uns keineswegs scharf gemacht werden, sondern dass sie hier eine sinnvolle Beschäftigung haben.“ Und die Vierbeiner hatten sichtlich Spaß. Davon konnten sich alle überzeugen. Fleißig sprangen sie über Hindernisse und apportierten Gegenstände. Auch Heinz Josef Knörchen traf man mit seinem schwarzen Schäferhund Carlo auf dem Platz an. Das Gespann zeigte sein ganzes Können.

Auch die verschiedenen Kommandos wie „Sitz“ und „Platz“ führten die Hunde eindrucksvoll aus. Eine richtige Erziehung will schließlich gelernt sein. So könne ein Hund nämlich nicht nur seinem Halter Freude machen. Denn: „Ein gut erzogener Hund ist leichter zu führen und wird auch von der Gesellschaft akzeptiert, da die Menschen vor ihm keine Angst haben müssen“, waren sich einige der Gäste einig.

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