Viele Wege führen zu einem qualifizierten Bildungsabschluss

Von: ran
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Wollen am 15. Januar einige Wege zur „Zwischenstation“ Fachabitur aufzeigen: Peter Haepp, Thomas Gurdon und Michael Joußen. Foto: Röchter

Eschweiler. Die Wege, die zu einem Schulabschluss, an eine Universität oder Fachhochschule, in eine Berufsausbildung und schließlich zu einem festen Arbeitsplatz führen, sind außerordentlich vielfältig. Zahlreiche dieser Wege sind auf dem Berufskolleg in Eschweiler zu beschreiten.

Zwischenstationen können unter anderem die Höhere Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung („Höha“) sowie die Höhere Berufsfachschule für Technik („Hö-Tech“) mit dem Abschluss Fachabitur sein. Doch (zu) vielen Schülern und Eltern ist die Vielfalt der Möglichkeiten nicht oder nur unzureichend bekannt. „Es besteht ein besonderer Beratungsbedarf. Nach der Einführung des G8-Abiturs nicht zuletzt bei Gymnasiasten und deren Eltern“, betont Peter Haepp, Bildungsgangleiter „Höha“. Gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Joußen, Bildungsgangleiter „Hö-Tech“, steht er am Mittwoch, 15. Januar 2014, bei einem Informationsabend unter der Überschrift „Mit dem Berufskolleg in Eschweiler zum Fachabitur“ im Pädagogischen Zentrum des Berufskollegs, August-Thyssen-Straße 15, den Fragen von Schülern und Eltern Rede und Antwort.

Voraussetzung, die „Höha“ oder „Hö-Tech“ besuchen zu können, ist die Fachoberschulreife (Mittlere Reife) oder die Versetzung in eine gymnasiale Oberstufe. „Ein Pfund, mit dem beide Schulformen wuchern können, ist ihre Praxisnähe. Die Schüler erhalten Unterricht, der sich sehr an den Berufsalltag anlehnt“, unterstreicht Schulleiter Thomas Gurdon. „Es gibt kein Gymnasium, das Automatisierungstechnik anbietet“, nennt er ein Beispiel. In die gleiche Kerbe schlagen auch Peter Haepp und Michael Joußen. So könnten während der zweijährigen Schulzeit die insgesamt 24 Praktikumswochen, die für das vollständige Fachabitur obligatorisch sind, absolviert werden. „Der Unterricht innerhalb der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung umfasst vier praxisbezogene Wochen mit der Simulation betrieblicher Abläufe. Hinzu kommt ein zweiwöchiges Pflichtpraktikum in einem Betrieb.

Erwirbt der Schüler darüber hinaus den Europäischen Computerführerschein´, werden ihm zusätzliche vier Wochen angerechnet“, macht Peter Haepp deutlich. „Und die restlichen 14 Wochen können in den Ferien abgeleistet werden“, ergänzt Thomas Gurdon. Da möchte Michael Joußen natürlich nicht nachstehen. „Auch die Hö-Tech zeichnet sich durch praxisbezogenen Unterricht aus, durch den bis zu acht Wochen der halbjährigen Praktikumszeit überbrückt werden kann. Ab dem Schuljahr 2014/2015 ergänzt ebenfalls ein zweiwöchiges Betriebspraktikum den Lehrplan“, so der Pädagoge. Im „Idealfall“ könne der Werdegang dann folgendermaßen ausschauen: Besuch der „Höha“ oder „Hö-Tech“ ab 16 Jahren, Fachabitur mit 18, Besuch der Fachhochschule, mit 21 Jahren „Bachelor“-Abschluss und mit 23 Jahren „Master“-Abschluss. „Im Notfall ist der Bachelor-Absolvent mit 21 Jahren aber auch noch jung genug, sich noch einmal komplett umzuorientieren“, verweist Thomas Gurdon auf einen weiteren Aspekt.

Entscheidend sei aber, Schülern und Eltern eine ergebnisoffene Beratung zukommen zu lassen. „Die Frage muss lauten, was für den Schüler wirklich das Beste ist“, betont der Schulleiter. Um diese Frage beantworten zu können, müsse sich auch die Schule ständig weiterentwickeln. Etwa durch neue Bildungspläne. Ein solcher ist im Bereich der „Höha“ bereits seit Beginn des laufenden Schuljahres in Kraft, im „Hö-Tech“-Bereich wird dies zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 der Fall sein. „Bei der Entwicklung eines Bildungsplanes werden alle bisher geltenden Maßnahmen hinterfragt und auf den Prüfstand gestellt. Ziel ist es, den Unterricht noch fachbezogener und kompetenzorientierter zu gestalten“, erläutert Thomas Gurdon. „Wir stellen uns den neuen Herausforderungen“, zeigen sich der Schul- sowie die beiden Bildungsgangleiter selbstbewusst. Und Michael Joußen nennt einen der Gründe: „Wir sind zum Beispiel das einzige Berufskolleg im Regierungsbezirk Köln, das sowohl Automatisierungs- als auch Informationstechnik anbietet.“ Ein weiteres Pfund, mit dem die Lehrer während des Informationsabends am 15. Januar wuchern können.

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