Eschweiler - Veteranen versprechen ein Fußballfest

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Veteranen versprechen ein Fußballfest

Von: Patrick Nowicki
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Holten die Traditionsmannschaft von Bayer zum Benefizspiel nach Bergrath: Leverkusens Team-Manager Hans-Peter Lehnhoff und der Eschweiler Guido Külzer. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Der Indestädter Guido Külzer ist ein eingefleischter Fan von Bayer Leverkusen. In seinem Geschäft hängt ein Trikot mit der Original-Unterschrift von Stefan Kießling. Für die Spiele der Bundesliga besitzt er eine Dauerkarte, natürlich ist er Vereinsmitglied.

Jetzt sorgte der Frisör dafür, dass die guten Kontakte zur BayArena in Leverkusen auch Eschweiler Institutionen zugute kommen. Am Pfingstsonntag kommt es auf dem Kunstrasen von Falke Bergrath zu einer besonderen Begegnung: Dann stehen sich ab 15 Uhr die Traditionsmannschaft von Bayer Leverkusen und eine Altherren-Auswahl aus Eschweiler gegenüber. Der Erlös des Spiels geht an den Ambulanten Hospizdienst Eschweiler/Stolberg und dem Verein „Lichtblicke“, der sich krebskranken Kindern widmet.

Mit welchem Team Bayer Leverkusen an diesem Tag antreten wird, ist noch nicht klar. Aber der Kader ist mit Namen gespickt, die jeden Fußballkenner mit der Zunge schnalzen lassen: Holger Fach, Jens Nowotny, Carsten Ramelow, Ulf Kirsten und Thomas Brdaric – alles Spieler, die in den vergangenen Jahrzehnten das Trikot der Werkself trugen. Aber auch bekannte Kicker aus der Region spielten schon für den Bundesligisten: Carsten Baumann aus Lohn, Markus Daun aus Dürwiß und natürlich der Mariadorfer Hans-Peter Lehnhoff, der heute noch als Team-Manager für den Fußballbundesligisten arbeitet.

Lehnhof selbst lässt sich den Saisonabschluss der Werkself in Hamburg durch die Lappen gehen und reist stattdessen nach Eschweiler, um am 19. Mai in Bergrath auf dem Platz zu stehen. Beim HSV tritt der Bundesligist einen Tag zuvor zum letzten Spiel der Saison an und bleibt anschließend in der Hansestadt. Nur eben nicht Team-Manager Lehnhoff. „Das mache ich natürlich gerne, ich habe es Guido schließlich versprochen“, sagt der 49-Jährige.

Der ehemalige Fußballprofi, der auch Europapokalerfahrung aufweist, wohnt mit seiner Familie inzwischen in Köln. Aber in seine alte Heimat zieht es ihn immer wieder. „Nirgendwo sind die Fritten leckerer als in Mariadorf“, meint er. Dafür lohnt sich dann auch einmal eine Fahrt von Köln in die Heimat und zurück. Weil er früher auf solche kulinarischen Dinge verzichten musste? Lehnhoff lacht: „Nein, heute geht das im Zeitalter von Facebook und mehr wesentlich strenger zu als zu meiner aktiven Zeit.“

Bayer Leverkusens Traditionself spielt regelmäßig im Jahr. Etwa 40 Spiele sind es, hinzu kommen noch die Hallenturniere. Und immer steht der caritative Gedanke dahinter. Zwar erhält die Mannschaft Antrittsgeld, aber das wird vollständig gespendet. „Wir haben als Fußball-Profis so viel Glück gehabt, da wollen wir auch Menschen beistehen, denen es nicht so gut geht“, betont Lehnhoff. Dank Sponsoren gelang es Organisator Guido Külzer, dass am 19. Mai der Ambulante Hospizdienst und der Verein Lichtblicke finanziell unterstützt werden können, denn der Eintritt ist frei.

Als Veranstalter tritt die Interessengemeinschaft zur Förderung der Jugend im SV Falke Bergrath. Deren Vorsitzender Peter Gartzen freut sich nicht nur über das Spiel, sondern auch über drei Original-Trikots, die Lehnhoff jetzt überreichte. Die Shirts von Stefan Kießling, Simon Rolfes, der bekanntlich in Eschweiler wohnt, und Lars Bender sind handsigniert. Sie sollen nun beim Sommerfest im Juli verlost werden.

Die Altherren-Stadtauswahl Eschweiler wird von Thomas Virnich betreut. Bei der Traditions-Werkself steht Gerhard Kentschke an der Seitenlinie. Über Aufstellung und Taktik wollen beide noch nicht zu viel verraten. Alle versprechen jedoch, dass es ein Fußballfest an Pfingsten werden soll. Ein Fest, an dem auch zwei caritative Vereine ihre Freude haben werden.

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